Netzausfälle

Blowjob vom Pornostar zu gewinnen

12. Juni 2005, 11.21 Uhr von Peter Giesecke

Bei so einer Schlagzeile musste ich erst einmal schlucken: “Unglaublich, was Radiosender verlosen. Er gewinnt Oralsex mit ihr”. Jetzt scheinen auch die letzten Grenzen zu fallen. Früher konnte man bei Gewinnspielen ein Abendessen mit einem Prominenten gewinnen, jetzt gibt es einen Blowjob vom Pornostar.

Auf die Idee kam der Radiosender “Gong 96,3″, der frühmorgens eine weiße Limousine durch München fahren ließ. Wer als erster an die Scheibe klopfte, wurde reingelassen. Nach dem Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Oder so ähnlich. Nach drei Minuten war im Auto aber schon alles vorbei. So schnell kann’s gehen.

Gefunden habe ich diese Meldung über stern shortnews auf Bild.T-Online.de. Womit eigentlich auch schon klar ist, wer den Münchner Lokalsender “Gong 96,3″ so hören tut. Weiteres zu dieser geschäftsfördernden Maßnahme ließ sich aber weder auf den Seiten von “Gong 96,3” noch bei Google News finden.

Diese Aktion könnte Schule machen. Vielleicht liegt beim Wer-knackt-den-Tresor-Gewinnspiel demnächst nicht mehr ein 1000-Euro-Schein im Safe, sondern ein Gutschein für den Puff um die Ecke. All inclusive. Neun live könnte ja gleich den Anfang machen. Allerdings muss ich mich noch dran gewöhnen, dass man als Normalsterblicher so etwas gewinnen kann. Gesponsorte Puffbesuche hielt ich bislang immer für eine Angelegenheit von Groß-Geschäfte-machen und Politik-Lobbying.

2 Antworten zu “Blowjob vom Pornostar zu gewinnen”

Sven Wagenhöfer meint:

Die wirkliche Frage, mein lieber Giesecke, stellt sich doch wohl eher, woher du wieder solche Informationen beziehst. Und warum du dich in solche Artikel überhaupt hineinklickst. Aber ich sehe es schon - wann immer vom Blowjob die Rede ist, wird der Giesecke neugierig. Aber bitte merken: Blowing in the Wind ist da was ganz anderes!

Avatar Peter Giesecke meint:

Weit gefehlt, lieber Wagenhöfer, meine Sensationslust wird keineswegs im geheimen Kämmerlein befriedigt, also auch nicht in einer weißen Limousine mit getönten Scheiben. Meine Gier findet durchaus öffentlich statt. Gerne hätte ich in München in einem Straßencafé gesessen und dabei zugesehen, wie eine Tür nach der anderen aufgeht und alle Männer der Stadt pünktlich um sechs Uhr morgens zur Arbeit gehen.

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