Hartz-IV-ler melden sich bei der GEZ ab
24. Juni 2005, 17.57 Uhr von Peter GieseckeWenn RTL, SAT1 und Co das Unterschichtenfernsehen sind, was sind denn dann die Öffentlich-Rechtlichen? Etwa Oberschichtenfernsehen? Das Fernsehen, das man sich leisten können muss? Zumindest wird es immer mehr von denen bezahlt, die noch genug Geld in der Tasche haben. Wer keines hat, muss auch keine GEZ-Gebühren zahlen. Das war schon immer so, Sozialhilfeempfänger und Studenten konnten sich befreien lassen. Dies gilt auch für alle, die unter Hartz IV fallen. Bei der GEZ türmen sich deshalb nun die Anträge.
20.000 statt geschätzte 12.000 Anträge auf Befreiung von GEZ-Gebühren treffen täglich ein. Die Bearbeitung dauert nicht wenige Tage, sondern einige Wochen. (via newsroom.de) Für die Sender könnte dadurch weniger Geld reinkommen - trotz der aktuellen Gebührenerhöhung. Zahlen dazu gibt es meines Wissens noch nicht.







25. Juni 2005 um 01.29 Uhr
Lieber Giesecke, in diesem Punkt muss ich dir (leider) recht geben. Allerdings greift hier nun die Idee des Sozialstaates - dort greifen die Habenden den Habenichtsen unter die Arme. Die wirkliche Frage, Kollege, ist allerdings, ob die tägliche Berieselung vor der Mattscheibe denn nun ein Grundbedürfnis ist. Denn wer keinen Flimmerkasten hat, den interessiert auch keine GEZ Gebühr. Und wer unbedingt einen braucht - der kann bestimmt diese auch bezahlen.