Kirk und die beiden Haralds
27. Juni 2005, 18.56 Uhr von Sven WagenhöferWiederkäuer sind nervig. Nein, ich meine jetzt nicht die blau-schwarz-weiß-gefleckten auf der Alm oder beim Bauern im Stall. Genau, ich meine Schreiberlinge im Allgemeinen, die immer wieder das gleiche Thema aufgreifen müssen, das eigentlich schon seit zig Jahren abgehandelt ist. Und im speziellen jetzt die beiden Haralds auf Telepolis, die uns den “Traum vom Beamen” nehmen wollen.
Dennoch, so schön und praktisch diese Teleportationsmethode auch immer sein mag – ihr Realitätsfaktor ist gleich null. Nichts, aber auch rein gar nichts spricht dafür, dass diese einmal in ferner Zukunft für Menschen zum gängigen Transportmittel reifen könnte. Vielmehr scheint die Zeit reif, eine möglichst lebendige Diskussion über den Sinn und Unsinn des Beamens à la Enterprise zu entfachen…
Hallo? Schauen wir mal auf den Kalender: Der zeigt 2005 an. Und Star Trek kam 1966 in die Flimmerkiste. Das sind gerade mal knapp 40 Jahre, die die Fans inzwischen Zeit hatten, die “lebendige Diskussion” über das Beamen zu entfachen. Und man glaubt es kaum: Durchaus gibt es schon mehrere Bücher und sogar Hochschulprofessoren, die sich intensiv mit der Thematik auseinandersetzen.
Ja, zugegeben. Die meisten kommen auf den gleichen Schluss oder zumindest ähnliche Ergebnisse wie H&H. Das Beamen wirkt auch heute noch unrealistisch. Und wird auch in 20 Jahren wahrscheinlich noch nicht an den Endkunden gehen. Vergleicht man aber heutige Handys und Kirks Kommunikator, fallen doch schon gewisse Ähnlichkeiten auf - Zufall? Denn niemand kann sagen, wohin sich Technik und Gesellschaft auch in nur 10 Jahren wirklich entwickeln werden - auch Telepolis-Autoren nicht.







27. Juni 2005 um 19.10 Uhr
Ceterum censeo Telepolis … naja, lieber Wagenhöfer, ich habe es ja schon immer gesagt. Aber schön, dass es dir auch mal auffällt. Langes Leben und Friede.