Infojunkie
24. Juni 2005, 15.05 Uhr von Peter Giesecke
Twister hat recht, wenn sie auf Telepolis “Schluss mit den Ausreden gegen Verschlüsselung” fordert: “Wer verschlüsselt kommunizieren will, kennt das Problem: Die Mehrheit der Mailkontakte kann mit dem Begriff Verschlüsselung vielleicht etwas anfangen, nutzt sie jedoch nicht.” Aber anstatt den Leuten mal richtig in den Arsch zu treten, Enigmail als Plugin im Thunderbird zu installieren, dreht der Artikel wie bei TP üblich ins Unsäglich-theoretisierende ab. Leider.
Die Frage wird gar nicht erst gestellt, wie man Kryptomuffel dazu bewegen kann, endlich ihre Mails zu verschlüsseln. Ein guter Anstoß wäre meiner Meinung nach, die eigenen Mails grundsäztlich zu signieren. Dann kann sie immer noch jeder lesen, auch wer keine Verschlüsselungssoftware auf seinem Rechner nutzt. Gleichzeitig wird aber auch in der Signatur mitgeteit: Ich habe Enigmail genutzt, um meine Mail zu signieren; wenn du das gleiche Programm bei dir installierst, können wir unseren Mailverkehr auch verschlüsseln.
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Mattscheibe
24. Juni 2005, 11.03 Uhr von Peter Giesecke
Dass Amazon einen eigenen DVD-Verleih aufmacht, ist ja gestern schon rumgegangen. 9,99 Euro kostet das Monatspaket für drei Filme, pro DVD muss man also 3,33 Euro latzen. Blogmeister Bob hatte zuerst gedacht, dass andere Dienste billiger seien. Aber so einfach ist das nicht.

Quelle: Amazon
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Netzausfälle
24. Juni 2005, 2.06 Uhr von Sven Wagenhöfer
Wenn Klein-Bodo in seinem Blog über die neuesten Klingeltöne oder MMS-Funktionen seines geilen Handys berichtet, interessiert mich das nicht die Bohne. Echt nicht. Anders schaut es allerdings bei der Industrie aus. Denn die hat inzwischen erkannt, wie wichtig die alltägliche Blog-Flut für die Meinungsmache ist. Und plant diese Informationen auch gezielt einzusetzen.
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Mattscheibe
23. Juni 2005, 17.35 Uhr von Peter Giesecke
Wann geht man eigentlich Bier holen? Oder pinkeln? - Richtig, in der Werbepause. Solange dies nicht überhand nimmt, haben auch die Sender nichts dagegen. Notorische Werbung-Wegzapper sind allerdings mit der Grund dafür, dass die Einnahmen sinken. SvenOne Media hat nun “win ad” erfunden, das Gewinnspiel für die Werbepause.
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Spon und Spott
23. Juni 2005, 10.47 Uhr von Peter Giesecke
“Schrumpfender Zuwachs” titelt Spiegel Online, “‘Internet für alle’ noch nicht in Sicht” schreibt heise online. Zwei Meldungen von der selben Baustelle, auch wenn es sich nicht so anhört. Wieder einmal ist der (N)onliner-Atlas von TNS Infratest erschienen. Dazu die entsprechende Pressemitteilung, für die jeder Journalist dankbar ist. Geht halt schnell. Und Internet liest sich immer gut. Zuguterletzt wird auch die Headline noch reißerisch angeliefert, wie der Werbeblogger richtig feststellt. Aber wie sieht denn die Internetnutzung in Deutschland nun wirklich aus?

Quelle: (N)onliner-Atlas
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Journaille
22. Juni 2005, 10.42 Uhr von Peter Giesecke
Ein guter Journalist berichtet natürlich nur über Fakten, weshalb er recherchiert und nicht an seinen Fingern saugt. Den rasenden Reporter an Haustür oder Telefon muss er allerdings nicht mehr so oft geben, schließlich gibt es ja das Internet. Dort wiederum haben die Kollegen von Journalistenlinks.de einen kleinen Linkkatalog zusammengestellt. Und was klickt der Journalist dort nun an? News mit und ohne Niveau, Fickbildchen und Presserabatte - darauf sind die Journalisten scharf!

Quelle: Journalistenlinks.de
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Journaille
21. Juni 2005, 15.53 Uhr von Peter Giesecke
Die Freundin meiner Freundin wird Lehrerin. Und weil es gut kommt, hat sie ihren Sechstklässlern Presseausweise gebastelt. Pünktlich zum Ende des Schuljahres ist die Klassenzeitung dann fertig. Und vor unserem Haus steht neuerdings ein Auto, auf dessen Ablage ein kaum zu übersehendes Presseschild liegt. Selbst gebastelt. Schwarzer Edding auf weißem Karton.

Quelle: DJV Bremen
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Journaille
21. Juni 2005, 11.07 Uhr von Peter Giesecke
Florian Rötzer beschreibt auf Telepolis sehr schön, warum Wikis nicht geeignet sind, eine gemeinsame Meinung zu formulieren. Diese gibt es nämlich gar nicht, wie ein “Experiment” der Los Angeles Times gezeigt hat. Deren Versuch, ein vorformuliertes Editorial durch die Leser im Wiki-Stil bearbeiten zu lassen, endete im offensichtlichen Dissenz. Man war sich lediglich darin einig, das Wiki als Pöbel-Plattform zu nutzen.

Quelle: LA Times
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Netzausfälle
20. Juni 2005, 11.06 Uhr von Peter Giesecke
Auf, auf, zum fröhlichen Google-Bashing. Der Suchmaschinenbetreiber kann tun, was er will, heftige Kritik folgt postwendend. Für die Verdammung eines neuen Google-Patents liefert Telepolis nun auch den theoretischen Unterbau. Die eigentliche Frage aber, wie der Trend zum Mainstream-Journalismus gestoppt werden kann, wird dabei gar nicht behandelt, sondern dogmatisch gelöst: Google ist schuld.
Die Google-Denker mögen ihre Prüfkriterien noch weiter verfeinern, deren Zahl um ein Vielfaches erhöhen und ihre Gewichtung so differenziert staffeln, dass Qualitätsunterschiede zumindest ansatzweise messbar werden. Ob sie dadurch tatsächlich das in der Patentschrift formulierte Ziel erreichen, Nachrichten nach ihrer Qualität, d. h. letztlich nach ihrem Wahrheitsgehalt zu präsentieren, bleibt zu bezweifeln.
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Netzausfälle
20. Juni 2005, 9.13 Uhr von Peter Giesecke
Wie Wortfeld berichtet, ist ein weiterer Versuch gescheitert, Paid Content zu etablieren. Die spanische Tageszeitung El País hat nach zweieinhalb Jahren wieder eine Tür zum eigenen Onlineangebot geöffnet, nachdem zuvor nur zahlende Leser durch diese kamen. Um aber auch online an die Artikel zu gelangen, die auch in der gedruckten Version stehen, ist nach wie vor ein kostenpflichtiger Account notwendig.

Quelle: El País
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