Most Wanted: Wikipedia verteilt Kopfgeld
13. Juli 2005, 1.29 Uhr von Sven WagenhöferBei den Wikipedia-Nutzern gibt es solche und solche. Die einen, wohl die große Masse, schnorren nur und nutzen die Online-Enzyklopädie einfach nur zum Nachschlagen, zitieren oder als Rechtschreibprüfung. Andere wiederum stecken jede verfügbare Zeit in das Projekt und versuchen, jedes Fitzelchen an Informationen zu perfektionieren. Damit sich das Verhältnis etwas in Richtung der Contributors verschiebt, gibt es jetzt das Wikipedia-Tauschprojekt “Kopfgeld“. Frei nach dem Motto: Wer was Gutes schreibt, bekommt auch etwas zurück.

Quelle: Wikipedia
Die feilgebotenen Belohnungen gehen über eine breite Palette: Von Sachpreisen bis zu Freigetränken beim nächsten Wiki-Treffen. Besonders interessant das Angebot von Wiki-Editor Achim Raschka: Für jede Nobelpreisträger-Seite, die neu erstellt oder erweitert wird, bastelt er auch eine neue - Motivation pur! Andere Benutzer spenden gebrauchte Spiele oder DVDs für das Projekt - Lobenswert. Für richtige Meisterleistungen warten sogar Preise im Wert von ein paar Zehnern: Exzellente Artikel werden von “Directmedia Publishing” mit einer Wissens-CD belohnt.
Für die Wikipedia könnte eine solche Aktion durchaus einen Schub von neuen Artikeln bedeuten - zumindest theoretisch. Praktisch stammt jedoch eine Vielzahl der guten Einträge von Hobby-Wissens-Verbreitern, die auch bisher ohne Belohnung ihre Zeit investiert haben. Es bleibt also abzuwarten, ob man mit dem Kopfgeld auch Qualitäts-Junkies anlockt - oder nur Jäger, die schnell etwas kritzeln, um an den Sachpreis zu gelangen.







13. Juli 2005 um 09.05 Uhr
Das Gute daran ist aber, dass in der Berichterstattung über Wikipedia nun endlich steht, dass es sich lohnt, selbst zur Tastatur zu greifen. Bislang hieß es immer nur: alles für lau, einfach nur nachschlagen, man findet alles. Und wenn man mal etwas nicht fand, wurde gleich gemeckert. Bringen werden die Preise nicht viel, außer dem Bewusstsein, sich selbst daran beteiligen zu können.