Lesetipp: Wie Bertelsmann controll-iert
19. Juli 2005, 20.39 Uhr von Peter GieseckeTelepolis hat ja auch seine gute Seiten. Heute berichtet Thomas Barth vom Kongress “Bertelsmann – Ein globales Medienimperium macht (Hochschul-) Politik“. Bertelsmann ist anscheinend nicht einfach nur ein Verlag. Und die Bertelsmann Stiftung ist anscheinend nicht einfach nur eine Stiftung, die sich dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlt.

Quelle: Bertelsmann
Das Verlagshaus soll mit betriebswirtschaflichen Methoden Gesellschaftspolitik treiben, wo eigentlich demokratische Methoden angebracht wären. BWL und Controlling statt Demokratie und Abstimmung. Dabei sollten Medienhäuser (zumindest der journalistische Teil) die Gesetzgebung kritisch begleiten, anstatt darin einzugreifen und sie aktiv zu gestalten. Und wann sind nun am Zeitungskiosk Neuwahlen?
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20. Juli 2005 um 17.52 Uhr
Die Neuwahlen, lieber Giesecke, führt die Bild doch schon seit einiger Zeit durch. Ob es nun um Europa oder Deutschland geht – Medien sind Meinungsmacher. Klar reicht deswegen der Spiegel oder Stern oder Focus allein nicht aus – am besten alle drei lesen, damit das ganze Bild entsteht. Mein alter Herr liest auch die Regionalzeitung, die Bild und die FAZ und will sich damit das globale Bild geben.