Der persönliche Netzausfall
22. Juli 2005, 16.11 Uhr von Sven WagenhöferSchöne neue Breitbandwelt. Alles ist Online ausgelagert, nichts mehr lokal. E-Mails sind auf dem IMAP, der Newsreader zieht sich sowieso die Seiten life, die Bookmarks habe ich auf meiner Startseite gelagert und sogar die Notizzettel sind einem Online-Wiki mit Passwortschutz gewichen. Dank DSL und Flatrate habe ich ja schnell und jederzeit Zugriff. Dumm nur, wenn plötzlich das Internet weg ist. Und das ohne Vorankündigung. Und ich bin nicht mal schuld. Alles ein geplanter Anschlag der Telekom?

Quelle: Deutsche Telekom AG
Ein Anruf bei der Störungsstelle löst mein Problem auch schon. Die ist zum Glück auch mitten in der Nacht besetzt, wenn auch Erfahrungsgemäß mit weniger motivierten Mitarbeitern. Wartungsarbeiten am Netzknoten. Von Mitternacht bis morgens um sechs ist die Leitung mal garantiert tot. Ob das Telefon dann auch weg ist, kann sie mir nicht sagen, die nette Frau an der anderen Leitung. Hättet ihr mir da nicht vorher bescheid geben können? Nein meint sie, und legt auf.
Zum Glück ist der Telekom-Telefonist, den ich gerade noch einmal angerufen habe (man will ja wissen, ob so was noch mal passiert) auskunftsfreudiger. Ein normales Wartungsfenster wäre dies, meint er. Normalerweise von drei bis fünf, bei größeren Arbeiten auch länger. Nachts ist ja sowieso niemand Online. Die Leute darüber zu informieren wäre einfach zu teuer, gibt er zu. Da sei es günstiger, man würde darauf warten, dass die Kunden sich an der Hotline beschweren.
Klasse, denke ich mir. Ansonsten schickt ihr mir doch auch genug Werbung, da ist eine Info-E-Mail zuviel? Zum Glück hatte ich die Nacht nichts weiter Wichtiges vor, so wurde die Zeit genutzt, um Harry Potter fertig zu lesen. Dennoch werde ich jetzt mein System so umstellen, dass ich die wichtigsten Files sowohl lokal als auch im Netz habe. Duales System gewissermaßen. Aber nicht wegen dem grünen Punkte, sondern wegen dem magenta T. Sicher ist Sicher.







23. Juli 2005 um 11.11 Uhr
Bei allen berechtigten Einschränkungen (Wir haben vermutlich den gleichen Netzknoten
): Könntest Du vielleicht einmal eine kleine Übersicht schreiben, mit den von Dir verwendeten “Online Office”-Tools?
Ich bastle selbst seit geraumer Zeit an solch einer Sache, bin dabei aber nicht wirklich erfolgreich. Vor allem die Lösung eines sich automatisch synchronisierenden Kalenders bringt mich trotz .ics zur Verzweiflung.
Ich wär für eine kleine Übersicht enorm dankbar.