PRopaganda | Mattscheibe
21. September 2005, 17.35 Uhr von Peter Giesecke
Dem deutschen Fernsehen muss es richtig schlecht gehen. Nicht nur den öffentlich-rechtlichen Anstalten, die sich in den letzten Jahren auf recht kreative Weise ein kleines Zusatzeinkommen organisiert haben, auch die privaten Sender jammern auf hohem Niveau. Sie fordern eine weitgehende Ausdünnung der Vorschriften in einer EU-Richtlinie, die das Einblenden von Werbung im laufenden Programm reglementiert. Was diese Tage in Liverpool beschlossen wird, soll Ende 2006 Gesetzeskraft erhalten.

Quelle: dirk-bach.de
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Spon und Spott
21. September 2005, 10.52 Uhr von Peter Giesecke
Dass Spiegel Online von Zeit zu Zeit fast komplett durch den Farbkasten gezogen wird, ist nicht neu. Die Kollegen von der Vermarktungsfront berichten, dass man für eine fünfstellige Summe, den kompletten Hintergrund kapern kann. Das ist dann schon etwas mehr als Big Size Banner und Skyscraper zusammen. Alles in quietschgelb, sofern die Deutsche Post AG mal wieder gebucht hat.

Quelle: Spiegel Online
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Journaille
20. September 2005, 13.07 Uhr von Peter Giesecke
Worauf nur die wenigsten geachtet haben: Schröders erster Schuss in der Elefantenrunde am Sonntagabend ging gegen die Medienlandschaft und nicht gegen Angela Merkel. Doch die beiden Moderatoren reagierten äußerst schwach, und das ist symptomatisch für die Abstumpfung der Politiker-Journalisten-Gespräche. Der Kanzler hat das gemacht, was Merkel in den Sabine-Christiansen-Maybritt-Illner-Interviews erst langsam gelernt hat: einen Satz so lange zu wiederholen, bis der Frager aufgibt. In der Schröder-Variante mit stechendem Blick, als ob der Kanzler einem höchstpersönlich an die Gurgel springen wollte.
Sicher, hier und da mokieren sich die Journalisten darüber, der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) protestierte auch brav, in der Pressekonferenz fragte Joschka Fischer jemand, wie er dazu stehe. Er ließ den Kanzler nicht im Regen stehen, seine Kritik war dennoch eine andere. Anders als der Kanzler beschwerte er sich nicht über die vielen Sonntagsfragen im Vorfeld der Wahl. Die Journalisten sollten lieber mal weniger Journalistenkollegen interviewen, wenn kein anderer Gesprächspartner zur Verfügung steht, und ihre Arbeit machen. Stichwort selbstreferentielles System.
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Journaille
20. September 2005, 10.20 Uhr von Peter Giesecke
Telepolis hat endlich mal wieder etwas Gescheites produziert: “Schwer ist leicht was“. Aus der Überschrift wird zwar nicht klar, worum es geht, die Unterzeile klärt aber auf: “Wenn Journalisten auch noch bloggen müssen…”. Schön zu lesen und ohne Selbstbeweihräucherung. Kein Wunder, dass es gefällt, stammt es doch vom netzjournalisten Thomas Mrazek und nicht aus der Telepolis-Redaktion. Sonst hätte es sich wohl eher wie ein Antrag für den SPD-Parteitag gelesen.

Quelle: Telepolis
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PRopaganda
20. September 2005, 1.23 Uhr von Sven Wagenhöfer
… anstelle der neuen Kalifin. Na, kennen Sie noch Isnogud? Genau, den Großwesir aus den Comics von Tabary. Der, der immer Kalif anstelle des Kalifen werden wollte. Und das in zahlreichen Strips auch (erfolglos) mit allen Mitten versuchte. Aber sich natürlich auch durch Rückschläge von seinem Ziel nicht abbringen lies. An den erinnerte mich nach der Wahl irgendwie der Noch-Bundeskanzler.

Isnogud will und kann auch nicht (Bild: Tabary)
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PRopaganda
19. September 2005, 12.26 Uhr von Peter Giesecke
Deutschland hat gewählt. Das Ergebnis hatte in dieser Form wohl niemand erwartet. Klarheit hat es nicht gebracht, Veränderungen wird es noch bringen. Große Veränderungen. Die Parteien und ihre führenden Personen werden dabei über ihren Schatten springen müssen. Damit es nicht gleich über den Jordan geht, kämpft allen voran der Nochkanzler um sein Überleben. In seiner gestrigen Rede im Willy-Brandt-Haus und mit seinem poltrigen Auftreten in der sogenannten Elefantenrunde, hat er sich klar positioniert: Merkel kaputt schießen und das eigene Ergebnis überbewerten. Schröder ist zu seinem eigenen Spindoktor geworden.

Schröder gewinnt: Koalitionsverhandlungen oder Neuwahlen? (Quelle: SPD)
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Mattscheibe
17. September 2005, 15.41 Uhr von Peter Giesecke
“Die Linkspartei wird in der Bundestagswahl-Sendung von TV total präsent sein - unüberhörbar und unübersehbar”, so die Ex-PDS in einer Presseerklärung. Gysi und Lafontaine wollten beide nicht persönlich vorbeischauen, den Vorschlag der Linkspartei akzeptierte dagegen Raabs Redaktion nicht. Und nach der angekündigten Krawallbereitschaft der Linken, wurden kurzerhand auch die 50 Studiogäste wieder ausgeladen. Bei Raab wird es definitiv keinen Rabatz geben. (via Spiegel Online)

Wer wir die TV Total Bundestagswahl gewinnen? (Quelle: TV Total)
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PRopaganda | Netzausfälle
16. September 2005, 11.48 Uhr von Peter Giesecke
Grüne und FDP nörgeln am Wahl-O-Mat herum. Vielleicht ein Vorgeschmack auf die kommende gemeinsame Opposition. Laut heise.de haben sich beide Parteien bei der Bundeszentrale für politische Bildung beschwert, dass sich einige Positionen der Partei nicht eindeutig zu einer der Antworten zuordnen ließen. Nicht, dass am Ende noch falsche ‘Empfehlungen’ des Wahl-O-Mats die Wahl entscheiden würden. Nicht auszudenken.

Wollen die Grünen nun ein Tempolimit oder nicht?
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Spon und Spott
15. September 2005, 18.04 Uhr von Sven Wagenhöfer
Immer noch unentschlossen, wo am Sonntag das Kreuzchen auf dem Wahlzettel landen soll? Kein Problem, dafür gibt es ja Wahlwerbung. Spots im Fernsehen, diffamierende Anti-Kampagnen, große Plakatwände, sinnlose TV-Duelle. Und natürlich die Webwerbung. Wobei die manchmal mehr verwirrt als hilft - vor allem bei der Lektüre des SpOn Politik-Ressorts. Da wird nicht gegeizt und gleich drei große Parteien finden ihr Plätzchen.

Spiegel Online: Rot-Rot-Schwarz
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Netzausfälle | Unplugged
14. September 2005, 15.14 Uhr von Peter Giesecke
Kinder, die zuviel vor der Glotze hängen, werden dick. Haben wir schon immer gewusst. Eine neue Studie gibt es trotzdem (via newsroom.de). Demnach ist der Fernsehkonsum für Kinder und Jugendliche schlimmer, als eine gute Ernährung und Sport guttun. Haben wir für diese Erkenntnis eine neue Studie gebraucht? Immerhin sitzen die meisten Kids heute nicht mehr vor der Glotze, sondern vor dem Rechner. Aber das kann ja dann die nächste Studie untersuchen.

Nicht vor der Glotze, nicht vor dem Rechner, sondern bei McDonald’s
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