Erst OpenOffice, dann Linux
7. Oktober 2005, 12.31 Uhr von Peter Giesecke“Was nutzt ihr denn statt Photoshop?” Neulich ging es wieder mal darum, wie die Software möglichst legal auf den Rechner kommt. Mit Freeware kommt man ganz schön weit, dem Brenner lag das Brennprogramm bei. Und so weiter. Und das Betriebssystem? Windows habe ich tatsächlich gekauft. “Wieso eigentlich Windows?” Und dann musste ich mir ein weiteres Mal den Vortrag darüber anhören, dass Linux doch besser sei.

Microsoft: Wie lange noch auf dem heimischen Rechner?
Eben gerade auf Golem gefunden: Microsoft “muss OpenDocument unterstützen”. Zitat vom IT-Analysten James Governor. Die These: Wenn große Behörden künftig auf OpenDocument setzen, muss Microsoft nachziehen und in seinem Office-Paket dieses Format ebenfalls unterstützen. Zur Erinnerung: .doc ist ein proprietäres Microsoft-Format.
Hier ist die Alternative allerdings greifbar nahe: OpenOffice kann beides. Der Privatanwender steht deshalb gar nicht vor der Wahl, welches Office-Paket er nehmen soll. Er scheut eh die Kosten. Siehe oben. Und das Programm läuft mit Windows genauso wie mit Linux.
Vergessen wir einfach mal das ganze Für und Wider von Linux und OpenDocument. “Linux ist besser als Windows” ist dem User egal, solange er die Mühen des Umstiegs scheut. Die meisten privaten User gehen jedoch tagsüber arbeiten und lernen dort die Microsoft-Alternativen im Einsatz kennen. Und plötzlich fällt die Umrüstung des heimischen Rechners ganz leicht. Wenn Microsoft seine Vormachtstellung in den Behörden und Unternehmen verliert, wird es bald einige Rechner mehr mit Linux geben.
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8. Oktober 2005 um 00.34 Uhr
Ja, Giesecke, aber was viele dabei eben nicht bedenken ist der Schwarze Peter. Denn wenn bei Word ein Millionen-Dollar-Dokument kaputt geht, kann ich Microsoft ans Bein pinkeln. Bei den OpenOffice-Leuten eben nicht. Genauso verhält es sich mit MySQL zu Oracle oder SAP zu einem Freeware-Tool.