Wider den die Blog-Höhenflügen
25. Oktober 2005, 13.00 Uhr von Peter Giesecke
Wer träumt nicht davon in der Endrunde des Blog-Wettbewerbs The BOBs zu sein und am Ende die Trophäe auch zu gewinnen? Wir sind nicht dabei. Verdammt! Das wäre schon etwas mehr als die sprichwörtlichen 15 Minuten Ruhm gewesen. Woran wir gescheitert sind und der Rest der deutschsprachigen Blogspähre auch (abgesehen von den acht Finalteilnehmern), lässt sich sehr schön bei Basic Thinking nachlesen: Wie wird das eigene Blog bekannt?

Spieglein, Spieglein an der Wand, welches ist das beste Blog im Land?
Robert Basic hat seinen Artikel, den er vor einigen Monaten im M-E-X-Blog veröffentlicht hat, überarbeitet und in seinem eigenen Blog veröffentlicht. Lesenswert. Umfangreich. Und eigentlich eher der Wink mit dem Zaunpfahl an alle unmotivierten Blogger und solche mit zu hohen Erwartungen, es doch lieber sein zu lassen. Willkommen zurück auf dem Boden der Tasachen.





25. Oktober 2005 um 14.34 Uhr
Das ist genau das, was mich am Blog-Hype nervt. Viele Blogs haben ein wenig was von den Bibelständen in der Fußgängerzone. Jeder will Dich zu seinem Gottesdienst einladen und hofft, dass Du ihre dicken Broschüren liesst (Das kannst Du Dir sparen. Das Ende ist immer, dass die Hölle kommst).
Ich (bisher eher Leser, ob wohl ich auch schon darüber nachgedacht hab zu bloggen) lese Blogs, wenn sie interessant sind. Das kann verschiedene Gründe haben. Deinen Blog habe ich angefangen zu lesen, weil die Artikel hier interessanter und pointierter sind, als was Du zu Chefredakteurzeiten zusammengebracht hast (da war ich nur ein seltener Leser). Mag auch daran liegen, dass die Themen Mobilfunk usw. mir nicht so wichtig sind, “Du” aber schon. Okay schlechtes Beispiel, da ich Dich persönlich kenne, aber ich lese auch andere Blogs (z.b.joelonsoftware.com).
Also liebe Blogger schreibt interessant, am Besten über das, was euch interessiert, dann wird sich mit der Zeit auch eine Leserschaft bilden (okay, man kann es beschleunigen, muss man aber nicht). Das mit den 15 Minuten Ruhm ist doch Schwachsinn. Die Welt wird im wesentlichen durch die vielen “kleinen” Leute getragen. Es ist wie bei einem Schiff, jeder will der Kapitän sein, aber auf dem Schiff würde ohne die Mannschaft nichts funktionieren, ohne die Arbeiter in der Werft wäre der Kaptän nichts… Jeder ist wichtig. Wenn euer Blog, nur fünf regelmäßige Leser findet, dann habt ihr doch schon was erreicht!
Nehmt euch ein mir. Ich schreibe diesen Text nur für Peter, Sven und Dich. Mehr leser will ich gar nicht.