Der Porno für die Hosentasche

5. November 2005, 1.11 Uhr von

Alles, was in einem echten Porno mitspielt liegt irgendwo in der Nähe der Hosentasche. Die ist dann aber meistens schon nicht mehr im Bild, wenn’s zur Sache geht. Kein Problem, dachten sich die findigen Web-Neuheiten-Entdecker von Guba – dann bringen wir halt den Porno in die Hosentasche. Der neue iPod-Video macht’s ja möglich. Aber wo läuft denn jetzt der Hosentaschenporno?

Der iPod-Porno-Supermarkt
Der iPod-Porno-Supermarkt (Bild: Amsterdam)

Ich will es mir eigentlich gar nicht vorstellen, wo die Besuchermassen denn ihre XXX-Filme im Briefmarkenformat ankucken wollen. Daheim hat man ja sowieso den Breitbildschirm, auf dem auch 16:9-Pr0n mit über einem Meter Bildschirmdiagonale laufen können. Oder eben den Laptop am Bett, wenn’s Mama nicht mitbekommen soll, dass wieder Gina-Wild-Filmchen laufen.

Bleibt also nur noch: Draußen, in der Öffentlichkeit. Im Park zum Beispiel, da braucht der designierte Spanner nicht mehr auf nackerte Sonnenverehrer warten. Auch bei der U-Bahn-Fahrt sollte man in Zukunft auf einhändige iPod-Benutzer achten – und sich schnell entfernen. Oder eben im langweiligen Geschäfts-Meeting den neuen “Geile Schlampen aus der Nachbarschaft – Teil 25″ rumzeigen, während der Chef langweilig vor sich hinbrabbelt. “Siehste, Kalle, den kennste noch nich!”.

Nein, mal ernsthaft. Ich weiß, Sex sells. Und Pornos kucken ist auch legitim. Aber doch nicht auf dem iPod. Nicht mit 2,5 Zoll und 320 auf 240 Pixeln. Geschweige denn TV-Serien, die es auch bei Guba gibt. Auch, wenn es SpOn-Frank-Patalong als Marktlücke sieht: Da steck ich doch lieber einen normalen iPod mit reiner Musik in die Hosentasche und warte mit dem Schmuddelfilm auf daheim. Soviel Zeit muss sein.


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4 Antworten zu “Der Porno für die Hosentasche”

Avatar Peter Giesecke meint:

Und der Exhibitionist öffnet nicht mehr den Trenchcoat, sondern zeigt dir seinen iPod. Na danke!

Avatar Johann Burkard meint:

Angesichts der Tatsache, das es FWIK früher (heute noch?) “Erotik”-WAP-Seiten mit winzigen, monochromen Tittenbildchen für teures Geld zum Abruf gab, ist das doch ein Riesenfortschritt. Sei doch mal nicht immer so negativ, Sven!

Avatar Sven Wagenhöfer meint:

Na, dazu ist das Gewiss ein Fortschritt ;-) Fragt sich nur, wer sich monochrome Titten per WAP ankuckt. Dafür gibt’s dann doch die Jamba-Hintergrundbilder.

Avatar Peter Giesecke meint:

Angesichts kleiner, monochromer Bildschirme blieb Playboy & Co doch gar nichts anderes üblich, als Pixelbrüste auf das Handy zu bringen. Warum man das überhaupt gemacht hat? Um Erfahrungen zu sammeln. Zum Beispiel mit dem Billing (kommt nicht vom Billy Boy). Das waren Versuchballons. Von daher hat Apple wahrscheinlich mal wieder eine glückliches Händchen gezeigt, zum richtigen Zeitpunkt in den Markt eingestiegen zu sein. Da die Geräte jetzt endlich so weit sind, das mobile Hosenvergnügen zu ermöglichen.

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