Archiv für November 2005

Netzausfälle

Google überall

20. November 2005, 13.47 Uhr von Peter Giesecke

Dem Deutschen ist der Edeka an der Ecke immer noch näher als der Wal-Mart den US-Amerikanern. Robert X. Cringely ist die Supermarktkette aber ein gutes Beispiel dafür, wie ein Unternehmen bzw. eine Idee ein ganzes Land überzogen hat. Und Google gelingt dies seiner Meinung nach gerade weltweit. Nicht wirklich als Monopol, aber irgendwie doch ohne Konkurrenz. Cringely spricht deshalb auch vom Google-Mart (Link bei Wolfgang Sommergut gefunden). Da wächst etwas Neues heran.

Google Earth
Bei “Google Bilder” nach “Google” und “Weltherrschaft” gesucht: Bild auf MarcTV gefunden.

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Netzausfälle

Wenn Icons uns zu Idioten machen

19. November 2005, 1.37 Uhr von Sven Wagenhöfer

Wie viele andere griechische englische Worte ist auch das “Icon“, also eigentlich ein Piktogramm, in den Wortschatz der Computerbenutzer eingegangen. Überall umgeben uns kleine Bildchen, die die Arbeit mit dem Computer erleichtern und die Übersicht erhöhen sollen. Allerdings gewöhnt man sich schnell an gewisse Standard-Icons. Ärgerlich, wenn diese plötzlich eine andere Bedeutung bekommen - und man so von der Werbeindustrie ausgetrickst wird.

Die Werbung mit dem irreführenden Icon
Die Werbung mit dem irreführenden Icon (Screenshot: gamestar.de)

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Netzausfälle

Die vollen Kassen der Onlinemagazine

16. November 2005, 17.41 Uhr von Peter Giesecke

Nach der Blase ist vor der Blase. Den Niedergang der New Economy scheint mancher nur zu gut verdaut zu haben. Mittlerweile wird wieder geträumt: Die Nerds erschaffen gerade das Web 2.0, einige Blogger machen Platz im Portemonnaie fürs große Geld, da will ich natürlich mitverdienen. Wie das geht? “Ausgebucht: Einzelne Internet-Seiten von Werbeaufträgen überschwemmt“, titelt heise online. 18 Monate muss man bei einigen Portalen warten, bis man dort Werbung schalten darf. Wenn ich dort Finanzchef wäre, würde ich schleunigst die Anzeigenpreise raufsetzen. Und die schnellste Buchung wäre selbstverständlich die meines Urlaubs in der Südsee.

Spiegel Online mit fetter Werbung
Das Wesentliche immer im Blick: Die Headline Werbung (Screenshot von Spiegel Online)

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Mattscheibe | Netzausfälle

Nix für den iPod: AOL sitzt im falschen Film

15. November 2005, 14.37 Uhr von Peter Giesecke

Morgens in der Straßenbahn. Wer von der Bonner Südstadt zu T-Mobile will, sitzt in der selben Bahn. Den Blick entweder in die Financial Times Deutschland vertieft oder in die Ferne schweifend, dann aber mit zwei Stöpseln am Ohr. Die weißen Strippen verschwinden irgendwo im Hugo-Boss-Anzug, wenn da mal nicht ein iPod drinsteckt. Nunja, die dümmsten Bauern ernten bekanntlich die dicksten Kartoffeln. Als der Nerd sich seine Mucke längst schon auf dem Rechner zusammenschraubte, ging der T-Mobiler noch brav in den Plattenladen, CDs kaufen.

iPod
Auf dieses Gerät gehört ein aktueller Film. Koste es, was es wolle (Bild: Apple)

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PRopaganda

Verdammt, wir dürfen nicht mehr töten!

15. November 2005, 11.59 Uhr von Sven Wagenhöfer

Das Schöne an der Physik ist, dass alles irgendwie definiert ist, nimmt man Quantenphysik mal außen vor. Leistung ist zum Beispiel Arbeit pro Zeiteinheit. Ganz schön viel Leistung dürften wir auch bald von unseren Politikern erwarten müssen - denn die wollen auch definieren. Was “Killerspiele” sind, zum Beispiel. Die sollen nämlich, wenn es nach dem Koalitionsvertrag geht, allesamt verboten werden.

Das Messer aus dem Killerspiel
Das Messer aus dem Killerspiel (Bild: stock.xchng)

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Journaille

Keinen Döner mehr zur CeBIT

13. November 2005, 12.41 Uhr von Peter Giesecke

Man ist wichtig. Gleich, wenn es auf das Messegelände geht, hat man seinen eigenen Eingang: Nur für Presse. Im eigenen Presse-Taxi geht es dann zum Pressezentrum und anschließend häufen sich Termine über Termine. Den ganzen lieben Tag lang. Was man dabei gerne schonmal vergisst: Nahrung einschmeißen. Aber dafür gibt es ja die Pressekonferenzen. Man kommt rein, murmelt ein “Ach, ist die PK schon vorbei?” und geht dann direkt ans Buffet. Oder wenn es etwas später wird: Sich selbst zu Partys mit geschlossener Gesellschaft einladen. Kollege Alex L. ist ein Meister darin, kleine, breitschultrige Türsteher zu bequatschen. Sozusagen auf gleicher Augenhöhe. Ist man erst einmal drin, gibt es bestes Essen bis in die frühen Morgenstunden.

Döner-Teller
Tschüß Döner: Zur CeBIT gibt es nur Bockwurst mit Kartoffelsalat (Bild stock.xchng)

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Netzausfälle

Das Kerner-DVD-Problem

12. November 2005, 16.51 Uhr von Sven Wagenhöfer

Gestern habe ich unter anderem zwei Dinge gemacht. Zum einen wollte ich meine DVD-Sammlung endlich wieder einmal neu sortieren. Zum anderen habe ich Kerners Koch-Show nebenbei verfolgt. Und mir danach gleich die Rezepte auf meinen Rechner gezogen. Hat auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun. Auf den zweiten Blick aber doch: Nämlich mit der Schwierigkeit, verschiedenste Daten auf einen Nenner zu bringen. Vor allem, wenn diese schon falsch geliefert werden.

DVDs - hübsch anzusehen, aber so schlecht zu sortieren
DVDs - hübsch anzusehen, aber so schlecht zu sortieren (Bild: stock.xchng)

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Mattscheibe

Merkels Serie: Unsere Oberbefehlshaberin

12. November 2005, 2.39 Uhr von Sven Wagenhöfer

Noch haben wir ja keine erste Kanzlerin in Deutschland. Wenn Angela Merkel unser Land bis zu den nächsten Neuwahlen in zwei vier Jahren leiten will, muss sie erst noch vereidigt und bestätigt werden - oder umgekehrt. Die USA sind da schon ein ganzes Stückchen weiter, zumindest im Fernsehen. Geena Davis führt in der Serie “Commander in Chief” die Big-Player-Nation an und erzielt Top-Quoten. Wird uns also nächstes Jahr die Pro7-Eigenproduktion “Angie: Die Oberbefehlshaberin” entgegenflimmern?

Unsere Oberbefehlshaberin: Angela Merkel
Unsere Oberbefehlshaberin: Angela Merkel (Bild: igadi.org)

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Spon und Spott

Spiegel Online und das Mädchen von Seite 3

11. November 2005, 17.07 Uhr von Peter Giesecke

Das Mädchen von Seite 3 ist eine britische Erfindung. Und ohne die Seite 3 der Sun hätte es Samantha Fox sicherlich nicht einmal ins nächste Tonstudio geschafft, geschweige denn in die Hitparaden. In Deutschland gibt man sich weniger schamhaft, dort brüstet sich das “Girl von Seite 1″, klar, auf der BILD-Titelseite. Und im Schaufenster von C&A. Im Internet ist es nicht anders. Nicht nur bei bild.de, auch beim DSL-Provider für den mentalen Sparkassenvertreter, T-Online, haben die Erotikbildchen ihren festen Platz auf der Startseite. Ebenso bei den Unterschichten-Websites RTL.de und Sat1.de. Einziger Fels in der Brandung und Hort des seriösen Journalismus ist Spiegel Online. Meint man.

Heidi Klum
Spiegel Online und sein aktuelles Mädchen von Seite 3 (Screenshot von Spiegel Online)

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Mattscheibe

Alles außer Sex - vor allem platt

10. November 2005, 0.12 Uhr von Peter Giesecke

Da hat mal wieder einer eine tolle Idee gehabt: Man nehme eine erfolgreiche Serie, von der man noch nicht mitbekommen hat, dass sie den Zenit ihres Erfolges längst überschritten hat (Sex and the City), nimmt eine bekannte deutsche Schauspielerin (Annette Frier) und verreist dann nach dem Diktat. Die deutsche Adaption von Sex and the City (Alles außer Sex) wird schon laufen. Irgendwie. Zum Beispiel im Fernsehen. Ob erfolgreich, das wird sich noch zeigen. Ich werde nicht mehr einschalten.

Alles außer Sex
Schönes Foto. Das war es aber auch schon (Bild: Pro Sieben)

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