Berlin: Überfall der Fleischklops-Brötchen

7. Dezember 2005, 11.29 Uhr von

Auch auf die Gefahr hin, hier zum Pingelpeter zu mutieren, auch eine hingewutzte Zwischenüberschrift auf Spiegel Online ist mir einen Beitrag an dieser Stelle wert. “Berlin kann Hamburgern wenig entgegensetzen” Was hat das denn nun zu bedeuten? Belagern etwa Heerscharen von Fleischklops-Brötchen die Stadtmauer von Berlin? Dann sollten die Berliner aber nicht auf die Idee kommen, heißes Öl von oben auf die Angreifer herabzugießen. Die lieben das nämlich.

Hamburger
Der Hamburger: Currywurst-Ersatz oder Deutsche-Bahn-Abwerber?

Apropos “Berliner”, hierbei handelt es sich doch wohl um ein Wortspiel. “Berlin kann Hamburgern wenig entgegensetzen” bedeutet bloß, dass der Berliner an sich statt der Currywurst immer mehr Hamburger verdrückt. Oder? Nun ja, der Text offenbart, dass es um so einen Standortdebatten-Kram geht und es eigentlich “Berlin kann Hamburg wenig entgegensetzen” heißen muss. Oder “Berliner können Hamburgern wenig entgegensetzen”, aber das wäre immer noch missverständlich. Wenn auch nicht ohne Witz.

Auf netzwelt.de habe ich mal die Überschrift gewählt: “IP-Telefonie: Kein Berliner darf ein Hamburger sein“. Das ist auch noch verunglückt. Besser wäre “Ein Berliner darf kein Hamburger sein” gewesen. Aber durch den Zusatz “IP-Telefonie” (auch so ein schrecklicher Ausdruck) war zumindest klar, dass es nicht um heiß-und-fettig ging.

Screenshot von Spiegel Online
Und was macht Hamburg mit den Berlinern? (Screenshot von Spiegel Online)


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3 Antworten zu “Berlin: Überfall der Fleischklops-Brötchen”

Michael Müller meint:

Ich wollte nur zum Besten geben, dass man auch eine mehr oder weniger runde, mit Zucker besetzte, süße Backware als “Berliner” bezeichnet. Wird ja immer lustiger?! ;)

Avatar Peter Giesecke meint:

Ja, ja, so war das auch gemeint!

Avatar Sven Wagenhöfer meint:

Mhm… Berliner und Hamburger. Bei Burger King gibt’s die nur in Kombination mit Donuts (oder Doughnuts?). Könnte man mal eigentlich einführen.

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