Netzausfälle
11. Januar 2006, 14.22 Uhr von Peter Giesecke
Eigentlich schon ein alter Fall: Das preisgekrönte Onlinemagazin “Die Gegenwart” benennt sich zum 1. Februar in “Neue Gegenwart” um. Habe ich erst jetzt gesehen, da ich es irgendwie nie auf die Mailingliste geschafft habe. Stattdessen gehe ich alle paar Wochen auf die Website, um nach einer neuen Ausgabe zu schauen. Weglaufen tut sie mir ja nicht. Doch wenn ich demnächst www.diegegenwart.de ansurfe, erscheint eine Seite, die sowohl auf die “Neue Gegenwart” unter www.neuegegenwart.de als auch auf die FAZ verweist. Denn “Die Gegenwart” gibt es dort schon seit 1960 - und zwar als Wort-/Bildmarke. Wie Björn Brückerhoff auf seine Website erklärt, habe sich die FAZ mit ihm schon seit August 2004 gestritten. Ab Mai gehört die alte Domain dann der FAZ allein.

Medienkritik mit Köpfchen: Demnächst als die “Neue Gegenwart”
(Bild: Neue Gegenwart)
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Infojunkie
5. Januar 2006, 18.01 Uhr von Peter Giesecke
Zu Beginn ein Bekenntnis: Ich bin SIP-Telefonierer. Das ist erst einmal nichts Besonderes, denn das sind viele, die der Telekom und Call-by-Call den Rücken kehren und auf Voice-over-IP oder, wie 1&1 sagt, DSL-Telefonie umsteigen. Zum Bekenntnis wird es erst dann, wenn jemand Skype nutzt, weil es einfach besser ist. Sagen zumindest die Skype-Nutzer. Allerdings mit dem Nachteil, dass der Rechner rund um die Uhr laufen muss, um unter der SkypeIn-Nummer erreichbar zu sein. Ihr wisst schon: Mama.

Das Skype-Handy: Nettes Feature. Lieber warten, bis was Besseres kommt
(Bild: Netgear)
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Journaille
3. Januar 2006, 12.51 Uhr von Sven Wagenhöfer
Einen großen Zeitanteil wissenschaftlicher Arbeiten nimmt das (Er-)Finden wichtiger und richtiger Quellen und Internetlinks, die das eigene Geschreibsel belegen, in Anspruch. Ähnliche Probleme kann allerdings auch der gemeine Journalist haben. Denn kommt eine Meldung nicht einfach von der Pressemitteilung und besitzt das Magazin keine weiterführenden Themen im eigenen Hintergrundbereich, wollen vernünftige Links gefunden werden. Schließlich will man den Leser gerne zum Weiterlesen anregen - und ihm Seiten präsentieren, die das Thema ausführlicher behandeln. Die (augenscheinliche) Lösung für das Problem: Die Wikipedia.

PM und Wikipedia - die mögen sich (Montage: netzausfall)
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PRopaganda
2. Januar 2006, 14.20 Uhr von Peter Giesecke
Wer entscheidet eigentlich, welches Motiv der Kampagne “Du bist Deutschland” in welcher Zeitschrift erscheint? Ich habe nämlich die leise Ahnung, da steckt eine Absicht dahinter. “Du bist Otto Lilienthal” heißt es in der aktuellen connect (Gruner + Jahr). Jawoll, Technik! Das passt doch. Irgendwie. Zumindest stört es nicht. Aber was ich da in der aktuellen freundin erblicke, lässt mich dann doch am gesunden Menschenverstand zweifeln: “Du bist Beate Uhse”. Wie bitte? Was ist das denn für eine Botschaft? Frauen dieses Landes, eröffnet einen Pornoversand? Und das in einer Frauenzeitschrift. Auf dass die Kampagne auch wirklich null Wirkung habe.

Du bist Pornohändlerin: Aufforderung zur körperlich-moralischen Wende?
(Bild: Scan aus der freundin)
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Netzausfälle
1. Januar 2006, 15.26 Uhr von Peter Giesecke
Wer heute morgen zum Fenster rausgeschaut hat, musste ernüchtert feststellen, dass es noch genauso aussieht wie im letzten Jahr gestern. Ein Blick auf Telepolis offenbarte selbiges: Unter “Pandora macht’s möglich” veröffentlichte Ernst Corinth gestern zuerst die Behauptung, Telepolis unterhalte “durch bekanntlich fein formulierte und fehlerfreie Texte”, um dann im zweiten Absatz einen solchen Fehler einzubauen: “Auf der Seite Pandora.com hat nun jeder spielerisch ugriff auf diese Datenbank”. Zzzzzz.

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht Pandoras Büchse öffnen.
(Bild: Photocase.com)
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