Netzeinfälle
26. April 2006, 16.46 Uhr von Peter Giesecke
Roman Mischel schreibt heute auf onlinejournalismus.de über “Startseitenschwergewichte“. Seiner Messung zufolge bringt das Moppelchen kicker.de 737 Kilobytes auf die Waage. Inklusive Werbung und allem drumherum. Das ist schon ein Wort. Ich meine mich an einen Webentwickler zu erinnern, der - vor Jahren allerdings - 300 Kilobyte als Obergrenze für die Startseite einer Website ausgegeben hat.

Der Body-Mass-Index für die Website: 300 Kilobyte auf 1024 Pixeln Breite?
(Bild: stock.xchng)
» Weiterlesen (8 Kommentare)
Spon und Spott
26. April 2006, 12.46 Uhr von Peter Giesecke
Eigentlich verbindet mich mit Spiegel Online eine innige Liebe. Die kleinen Kriteleien am Rande sind bloß ein Ausdruck meiner bedingungslosen Zuneigung. “Schatz, du hast schon wieder nicht die Zahnpastatube richtig zugeschraubt!” Würde ich sonst Spiegel Online stündlich lesen? Früher habe ich regelmäßig n-tv.de besucht, als die dort noch ein Vier- und kein Fünf-Spalten-Layout hatten. War aber auch nicht schön. Und sueddeutsche.de öffne ich alle Vierteljahr einmal, um dann festzustellen: Huch, die Website wird ja von Zeitungsleuten gemacht. Bleiwüstendesign. Schüttel.

Ein Kuhgatter für die Werbung: Gewinnt der Leser oder die Werbung?
(Screenshot von Spiegel Online)
» Weiterlesen (Keine Kommentare)
Unplugged
25. April 2006, 13.42 Uhr von Peter Giesecke
Eben hat der DHL-Mann geklingelt. Dank FIFA-Mail, Trackingnummer und ausreichen Serverkapazitäten bei DHL wusste ich: Heute mittag mal nicht an die Pommesbude gehen, sondern daheim auf das Klingeln warten. Kurz vor eins war es dann soweit. Ein gar nicht gestresster DHL-Mann übergab mir das kleine Päckchen. Dabei muss er doch heute viel auszuliefern haben. Drei Karten für das Spiel USA gegen Tschechien in der Veltins Arena FIFA Fußball-Weltmeisterschafts-Arena auf Schalke 2006 Trademark Stadion. Oder so. Aber das wusste ich ja bereits.

Endlich sind sie da: Die Tickets für die Fußball-WM
» Weiterlesen (14 Kommentare)
Spon und Spott
22. April 2006, 0.30 Uhr von Peter Giesecke
Spiegel Online mal wieder. “Blogometer: Wann weint das Web?” Pünktlich zum Wochenende. Was war wohl mein erster Gedanke? Jetzt dreschen die schon wieder auf die Blogs ein. So wichtig sind wir doch gar nicht. Und dann? Nüchtern, nachrichtlich, ohne Polemik. Ein niederländischer Forscher hat eine Software entwickelt, mit der man Stimmungen in Blogs aufspüren kann. Spiegel Online spricht von “Gefühlen”. Im Freud-Jahr kommen die Blogs auf die Couch. Damit ist das Verhältnis dann aus Sicht der Professionellen wieder hergestellt.

Die Gemeinheit lauert im Nebensatz: Spiegel Online berichtet über Blogs
(Screenshot von Spiegel Online)
» Weiterlesen (2 Kommentare)
Journaille
21. April 2006, 11.14 Uhr von Peter Giesecke
Der Netzjournalist liest die TAZ und hat dort einen schönen Text von Wiglaf Droste gefunden. Ein Zitat: “Journalist in Deutschland wird, wer kein Deutsch kann - das ist seine Qualifikation, und zwar die einzige.” Das haben wir doch schon immer gewusst: Wer nichts wird, wird Wirt - oder Journalist.
Eine kleine Ergänzungslektüre für alle Fans von Bastian Sick und Wolf Schneider.
» Weiterlesen (2 Kommentare)
Journaille | Aus der Druckerpresse | ZEITzeuge
20. April 2006, 13.28 Uhr von Peter Giesecke
Nein, es geht nicht um die Bild, dafür sind andere zuständig. Es geht um das andere Ende der Skala, um Die Zeit. Wurde in den “Worten der Woche” Kurt Beck noch mit einem konkreten Zukunftsszenario für die SPD zitiert: “Für die Zukunft schließe ich eine Renaissance des einst ja sehr erfolgreichen sozilliberalen Modells im Bund ausdrücklich nicht aus”, verweigert sich der Artikel über den designierten Parteichef jeder farbigen Antwort. “Vorwärts, wohin?” ist er überschrieben. Kein Wort über zukünftige Koalitionen. Kein roter Schal, keine rote Fahne, kein rotes SPD-Emblem im Bild. Nur ein Kleckser Rot in der Anzeige des Senders n-tv. So schön kann Bildsprache sein.

Neue Farbenlehre? Designierter SPD-Chef ganz in schwarz
» Weiterlesen (2 Kommentare)
Unplugged
14. April 2006, 12.05 Uhr von Peter Giesecke
Bei Ostern denke ich sofort an Legebatterie. Nicht ganz so schlimm wie Weihnachten, aber immerhin. Der Feiertagstourismus. Wer da noch billig mit dem Supersparpreis der Deutschen Bahn fahren und dazu auch noch einen Sitzplatz ergattern möchte, muss rechtzeitig buchen oder wohl oder übel in Kauf nehmen, in den Randzeiten unterwegs zu sein.

Deutsche Bahn: Die Ex-Behörde stempelt gerne ihre Verspätungen ab
» Weiterlesen (5 Kommentare)
Mattscheibe
10. April 2006, 14.35 Uhr von Peter Giesecke
Reuters hat gemeldet, dass es die Desperate Housewives am Tag nach der Ausstrahlung als Stream im Netz geben soll. Kostenlos. Durch Werbung finanziert. Auf den Seiten des Senders ABC. Bislang konnte man sich die auch bei iTunes anschauen, musste dafür aber ordentlich zahlen. Damit hat Apple vermutlich keine Millionen verdient, jetzt wird es aber wohl noch weniger sein. Und wieder könnte ein Geschäftsmodell kaputt sein. Das zarte Pflänzchen.

Zickenterror: Schaue ich die Desperate Housewives bei iTunes oder bei ABC?
(Screenshot von ABC)
» Weiterlesen (7 Kommentare)
PRopaganda | Netzausfälle
7. April 2006, 15.34 Uhr von Peter Giesecke
Da juckt es mir doch glatt im Finger. Wenn das Geblinke auf dem Bildschirm ausnahmsweise zum Text passt. So gesehen heute auf Golem. Im Artikel “Content-Management-System Typo3 4.0 erschienen” wird für das Typo3-Magazin T3N geworben. Was für ein Zufall! Und da ich auch mal ein durch das Primat des Vermarkters geschädigter Redakteur war, hat der juckende Finger sich schnell mal durchgeklickt. Allerdings nicht zu T3N. Der mehrmalige Reload des Artikels ergab: Im Typo3-Text erscheint ausschließlich die Typo3-Werbung. Und: Das mehrmalige Aufrufen anderer Artikel beförderte diese kein einziges Mal zutage. Da wurde wohl die Anzeige passend zum Text gebucht.

Werbung passend zum Text: Woher weiß A, was B tut?
(Screenshot von Golem.de)
» Weiterlesen (Keine Kommentare)
Spon und Spott
4. April 2006, 20.53 Uhr von Peter Giesecke
Die berühmten sieben W’s. Wenn es nach Wolf Schneider ginge, müsste jeder Journalist die sieben Fragen beantworten. Der Bild reicht oft schon ein: Wie alt? Bianca (19), ihr wisst schon. Auch wenn das Alter dann nicht immer stimmt. Das kann seriösen Redaktionen natürlich nicht passieren. So wie Spiegel Online. Am Wochenende. Schließlich haben die ein riesiges Archiv zur Recherche. Und immerhin einen Redakteur und vier Agenturmeldungen, um Rolf Breuer ein Jahr älter zu machen. Der Noch-Aufsichtratschef der Deutschen Bank ist nicht 69, sondern erst 68 Jahre alt.

Vier Agenturmeldungen und ein Redakteur: Wer hat Rolf Breuer älter gemacht?
Screenshot von Spiegel Online
» Weiterlesen (Keine Kommentare)