In eigener Sache
24. Juli 2006, 19.56 Uhr von Peter Giesecke
Da mal wieder ein Stöckchen die Runde macht und ich es heute vom Storyblogger Björn zugeworfen bekommen habe, breche ich es in vier Teile und reiche diese brav weiter.
Warum bloggst Du?
Alles eine Frage des Adrenalins! Weil ich zwischen altem Arbeitgeber und dem Kick-Off des neuen Projektes das Schreiben nicht verlernen wollte. Demnächst werden hier wohl auch weniger Netzfundstücke und mehr PR-Pannen berichtet werden. Mal schauen.
Seit wann bloggst Du?
Seit Juni 2005. Die ganzen redaktionsinternen Rundmails der letzten Jahre würde ich heute aber als Blog organisieren. Wenn man es also mit der Definition nicht so genau nimmt, schon ein paar Jahre länger.
Selbstportrait
Da der Schöpfer dieses Stöckchens, DonsTag, schon mit guten Beispiel vorangegangen ist und das Selbstportrait nicht textlich verstanden hat, will ich treues Schaf ihm folgen. Man beachte: Wer viel Zeit damit verbringt, die Revolution zu planen, hat wenig Zeit sich zu rasieren. Ein Fundstück aus dem Jahr 1991, kürzlich zur Wiedervorlage gewünscht.

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Journaille
23. Juli 2006, 16.22 Uhr von Peter Giesecke
What you see is what you get - So wie die Website aussieht, ist dann auch das CMS? Fiete Stegers berichtet auf onlinejournalismus.de von seinem Besuch im Heise-Verlag. “… überrascht auch niemanden mehr, wie bei Heise.de die Inhalte auf die Website kommen - mit einer Art rudimentärem CMS“. Einen WYSIWYG-Editor gibt es dort keinen. Schade, dass er keine Screenshots machen bzw. online stellen konnte.

Texte schreiben braucht kein CMS: der Proton von Ulli Meybohm
(Hintergrundbild:stock.xchng)
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Spon und Spott
20. Juli 2006, 13.24 Uhr von Peter Giesecke
Dass bei Spiegel Online jemand darum bemüht ist, im Laufe des Tages alle Nachrichten, Überschriften und Bilder auf der Startseite in Einklang zu bringen, dagegen ist nichts zu sagen. Da wird ein Video auf die Schnelle eingestellt, und als Bild, das in den Artikel oder Teaser eingebunden wird, erscheint erst einmal das Anfangsbild des Videos. Nach einiger Zeit wird dieses dann durch ein anderes, scheinbar passenderes ersetzt.

Screenshot von Spiegel Online
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Spon und Spott
20. Juli 2006, 10.45 Uhr von Peter Giesecke
Wer schön schreiben will, verwendet schöne Bilder. Und wer dies politisch korrekt tun will, zieht dafür Bilder heran, die dem dumpfen Klischee widersprechen. So wurde während der Fußball-WM gerne über Dönerbuden berichtet, die sich mit Deutschlandflaggen schmücken. Doch Vorsicht! Die schwarz-rot-goldenen Dönerbuden gab es wirklich, doch Spiegel Online scheint mal wieder die Fantasie durchgegangen zu sein.

Screenshot von Spiegel Online
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Spon und Spott
18. Juli 2006, 12.59 Uhr von Peter Giesecke
An Meinungsumfragen könnte ich rund um die Uhr teilnehmen. Und wer rund um die Uhr auf Spiegel Online ist, stolpert beim Anschauen des einen oder anderen Videos auch in die neueste Spon-Umfrage hinein. Da ging es zuerst um Werbung. Das Übliche, dachte ich mir. Die wollen bloß im Auftrag des Vermarkters herausfinden, welche Werbung sie in die Videos reinfrickeln können. Gähn. Dann folgten aber auch Fragen zur Themenwahl, akzeptierter Länge und dergleichen.

Ins eigene Fleisch geschnitten: Bin ich wirklich so sensationsgeil?
(Screenshot der Spon-Umfrage)
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Aus der Druckerpresse
17. Juli 2006, 19.33 Uhr von Peter Giesecke
Ende der Achtziger im bürgerlichen Paderborn zur Schule zu gehen, fühlt sich so ähnlich an, wie wenn man unterzuckert ist. Nahe der Ohnmacht, und es kribbelt im ganzen Körper. Ich kaufte mir deshalb am Bahnhofskiosk manchmal die Frankfurter Rundschau und informierte mich über die Beschlüsse hessischer SPD-Bezirksparteitage. Später hatte ich auch den Spiegel für ein Jahr abonniert. Am Bahnhofskiosk gab es Frauenzeitschriften und für Männer die Computerzeitschriften, genau zwischen diesen beiden Abteilungen lagen Tempo und Wiener. Damit an die Kasse zu treten, als Spätpubertierender, so musste es sich anfühlen, Kondome in der Apotheke zu kaufen, was ich mich natürlich nicht getraut habe, also abonnierte ich die Tempo.

Wer kommt knapp 20 Jahre nach King Rocko Schamoni? Olli Pocher? Sasha?
(Tempo-Artikel aus dem Mai 1988)
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Spon und Spott
15. Juli 2006, 11.37 Uhr von Peter Giesecke
Es gibt spannendere Fragen als die, wer Jack the Ripper war. Nämlich ob Jack die Zeitmaschine erfunden hat. “Es begann damals alles wahrscheinlich am Abend des 31. August 1988“, schreibt Spiegel Online. Und plötzlich taucht er hundert Jahre früher in London auf und versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Dass die Menschheit Jack zuerst von dieser unschönen Seite kennenlernte, könnte dazu geführt haben, dass sie ihn heute Jack the Ripper und nicht Jack the Zeitmaschinenerfinder nennen. Schade, dass die Zeit nicht auch rückwärts läuft.

Nimmt es nicht so genau mit der Zeit: Spiegel Online
(Screenshot von Spiegel Online)
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PRopaganda | Netzausfälle | Journaille
14. Juli 2006, 13.04 Uhr von Peter Giesecke
Pressemitteilungen zu lesen, macht auf eine gewisse Art betriebsblind. Diese sind oft mit Wirtschaftszahlen gespickt, wenn nicht sogar vollgestopft. Solange sich für den (potentiellen) Kunden nichts ändert, interessiert ihn aber eigentlich nur: Wird’s billiger oder teurer? Doch ins Journalistenhirn brennt sich langsam ein, dass Telefònica den Mobilfunker O2 übernommen hat und dass Vodafone seine Tochter Arcor nun doch nicht verkaufen will. Nachts träumt er dann von tollen Konvergenzprodukten, der einmaligen Verbindung von DSL und Mobilfunk. Fertig ist die Geschichte für den nächsten Tag.

Wie hätten Sie gerne den DSL-Anschluss? Mit oder ohne Handy-Homezone?
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Unplugged
14. Juli 2006, 0.54 Uhr von Peter Giesecke
Worauf man sich bei meiner Mama immer verlassen konnte, war - zumindest vor 1998 -, dass sie spätestens um fünf vor neun anrief, um mir zum Geburtstag zu gratulieren. Vor neun Uhr war das Telefonieren damals noch billig, zumindest billiger als nach neun, dann wurde der TK-Markt liberalisiert, also 1998. Man kann sich auch heute noch darauf verlassen, dass Mama an diesem Tag um neun Uhr herum anruft, ist halt so eine dumme Angewohnheit von ihr. Und dank der Tageszeitung ihres Vertrauens ihres Nachbarn weiß sie auch immer einen Call-by-Call-Anbieter, der billiger ist als die Telekom.

Geht VoIP von 1&1 offline, nimmt es den T-Com-Anschluss gleich mit
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Spon und Spott
12. Juli 2006, 12.22 Uhr von Peter Giesecke
Mal wieder eine Korinthenkackerei, aber ich will dennoch den Hintergrund erklären, weshalb ich das doch blogge. Bei Spiegel Online sitzt ein Chef vom Dienst, der die Startseite wie auch immer arrangiert. Da werden nicht nur die Positionen der Meldungen bzw. Teaser ständig neu ausgehandelt, auch die Überschrift einer Meldung kann sich in den Stunden nach Erscheinen noch ändern. Am Wochenende kann sich das durchaus bis zum Montagmittag hinziehen. Es spricht ja auch nichts dagegen, eine Überschrift zu verknappen, wenn dadurch ein hässlicher Umbruch vermieden wird.

Hintergründe gibt es nur in der Überschrift, aber nicht im Artikel
(Screenshot von Spiegel Online)
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