Der Werbeblogger Patrick wundert sich, dass Motorola ein Wiki für sein Smartphone Q aufsetzt, und ist begeistert. Ein Produktwiki! Sowas hat es anscheinend noch nie gegeben. Aber eigentlich ist es doch die beste Weise, wie man über ein Produkt berichten kann. Was sind denn die Alternativen?
Eigentlich eine gute Idee: Ein Wiki für das Smartphone Q von Motorola (Screenshot von motoqwiki.com)
Wenn der Luther mit seinem Buddy Melanchton ständig via IM gechattet hätte, stände heute keine Luther-Bibel in meinem Bücherschrank, zumindest hätte die Übersetzung länger gedauert. Dieser lesenswerten (!) These des Netzbuches (bei Gerrit auf praegnanz.de gefunden) kann wohl jeder zustimmen, der selbst einen Großteil seiner Zeit vor dem Rechner verbringt. Wenn sich einem nicht alle drei Minuten das E-Mail-Programm oder der RSS-Reader aufdrängt, spielt man eben eine Runde Solitär.
Der Autor, vor zehn Jahren vom WG-Mitbewohner beim Arbeiten erwischt
Na hoppla, da scheinen ein paar Leute an den Schreibtisch zurückgekehrt zu sein, der RSS-Reader füllt sich seit heute Mittag wieder in gewohnter Weise. Es war ja fast schon beängstigend, dass an Tagen mit deutscher Spielbeteiligung der Ticker fast still stand.
So absehbar wie der Spielaufbau mancher WM-Mannschaft: Wenn die Sabine den Ball an den Günter abgibt, was macht dann die Maybrit? Die Zeit interviewt sie. Nichts daran auszusetzen. Die Zeit fragt: “Ist der politische Journalismus in Deutschland noch zu retten?” Frau Illner antwortet: “Es gibt genug zu berichten, zu diskutieren und zu kritisieren. Und: Die große Koalition ist kein Friedhof der Kuscheltiere.” Wie bitte? Weiß sie überhaupt, um was es in dem Buch geht?
Was sind mir die Brötchentüten auf den Geist gegangen. Überall, wo man hinschaute, hatte sich ein kleiner Handwerksmeister und Supermarktbesitzer in seiner auf dem heimischen Bolzplatz trainierten Intelligenz einen kleinen Gag zur WM ausgedacht - den natürlich nur er hatte. Und so schenkt mir der Kaiser’s nun bei jedem Einkauf so ne Art Fußballgedenkmünze, nur aus Plastik, dafür aber in einer Kondomverpackung. Beim Bäcker gab es letztens einen kleinen Sonnenschutz, der nur meinem achtjährigen Sohn passen würde, wenn ich einen hätte. Zuletzt habe ich sowas in den Sommern zwischen den Weltmeisterschaften 78 und 82 getragen, damals stand noch Sinalco drauf, aber das ist heute bestimmt auch verboten.
Puh, Glück gehabt. Am Wochenende nur zwischendurch über newsroom.de die dpa-Meldung gesehen, dass Montgomery nun auch Orkla Media gekauft habe. Zur Netzeitung und zu Golem stand nichts dabei, denn die gehören auch zu Orkla. Mir schwante Schlimmes. Heute die Richtigstellung. Oder die Netzeitung selbst im Altpapier vom Freitag.