Netzausfälle | ZEITzeuge

Bei Zeit online tut sich was

2. März 2007, 20.28 Uhr von Peter Giesecke

Schwer enttäuscht bin ich von der Online-Zeit, dass sie so träge ist. Die Texte sind toll, wie in der Printausgabe, aber die Website ist ein Graus. Ich traue mich eigentlich nur noch, mich ihr über meinen Feedreader zu nähern. Direkt zum Artikel, bloß keinen Umweg nehmen über eine der gruseligen Übersichtsseiten.

Screenshot von Zeit online
Ich gönne euch das Geld, aber gönnt mir auch Usability

Als Zeit News neu war, vor Monaten, da habe ich gehofft, dass dies ein erster Schritt sein und allmählich Zeit News zu einem richtigen Newsportal ausgebaut würde, angereichert durch die guten Hintergrundartikel der Zeit. Aber irgendwie scheint dem Bauherren das Geld abhanden gekommen zu sein (oder die Lust). Zeit News steht da wie ein Rohbau am Dorfrand. Ohne Fenster, ohne Türen, und der Wind pfeift hindurch.

Und was sah ich heute? Vom Feedreader direkt zum Artikel auf Zeit online, die Seite baut sich auf: “© ZEIT online, reuters”. Hatten die schon immer Reuters? Waren da sonst nicht nur AFP und dpa? Wahrscheinlich lese ich zu selten im Wirtschaftsteil. Und während ich mich noch wunderte (wohl zu unrecht), öffnete sich ein Pop-Up, um den Text vor meinen Augen zu verbergen. Na endlich! Die Zeit wird doch normal.

Wenn die schon so einen Scheiß verkaufen, dann werden die sich hoffentlich auch bald Gedanken machen, wie sie mehr Klicks bekommen. Es wird mehr Texte geben, und die Navigation wird brauchbar. Mehr will ich doch gar nicht.

2 Antworten zu “Bei Zeit online tut sich was”

Die Zeit - Meckern » “… aber die Website ist ein Graus.” meint:

[…] Ansehen kann man sich das z.B. im Netzausfall, Peter Gieseke hat ein Screenshot gemacht. Passenderweise rubriziert unter Netzausfälle. […]

Die Zeit - Meckern » Netzausfall stellt die Machtfrage meint:

[…] Peter Gieseke vom Netzausfall, der ab und an über ZEIT online gebloggt hat, stellt die Machtfrage: Bei einem Onlinemagazin oder Newsportal hat einer das Sagen: der Vermarkter, der oberste Webentwickler oder der Chefredakteur. […]

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