Netzausfälle | Infojunkie
31. August 2007, 9.55 Uhr von Peter Giesecke
Gerade beim Tagesspiegel angemeldet und einen Beitrag kommentiert. Was ist bitte schön die “Einverständniserklärung für den Erhalt von Neuigkeiten”? Bekomme ich nun mehrmals täglich einen Newsletter zugeschickt? Oder nur eine Benachrichtigung, wenn jemand meinen Kommentar kommentiert? Zum Glück gibt es den Link “Was bedeutet das?”. Weniger glücklich führt der nur zur Fehlermeldung “Zum Thema “neuigkeiten” wurde leider keine Hilfe gefunden!”.

Ich verstehe nur Bahnhof
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PRopaganda
30. August 2007, 16.54 Uhr von Peter Giesecke
Gerade als Antwort aus einer Pressestelle erhalten:
Vielen Dank für Ihre Mail. Ich bin bis einschließlich 07. September außer Haus und habe keinen Zugriff auf meinen E-Mails. […]
Thank you for your email. I will be out of office till September 10th und will not have access to my emails. […]
Der Herr weilt wahrscheinlich gerade auf der IFA und macht dort PR für einen Mobilfunkanbieter.
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Netzeinfälle | Unplugged
30. August 2007, 15.01 Uhr von Peter Giesecke
Fernab des Schreibtisches kommt man bekanntlich auf die besten Ideen. Eben mal raus zum Kaufmann und dabei noch eine kleine Runde gedreht. Frische Luft tanken, denn die gibt es schließlich umsonst. In der Nähe der Bundeskunsthalle hörte ich dann einen dieser unsäglichen Klingeltöne. Monsterlaut. Gerade wollte ich mich über diesen vermutlich ausländischen Bengel echauffieren, da sah ich ein paar hundert Meter vor mir einen Eiswagen mit quietschenden Reifen um die Ecke biegen. Ich hatte recht, ein Italiener!
Mit diesem riesigen Klotz von Bundeskunsthalle vor den Augen fühlte ich mich aber dennoch wie auf dem Dorf. Bei uns kam früher der Eis Molin vorbeigefahren. Der klingelte immer so. Der Eiermann und der Bäcker auch. Und sogar ein Tante-Emma-Laden auf Rädern. Dann kamen innerhalb von fünf Minuten alle angelaufen. Coole Idee. Der Eiswagen in Bonn fährt in der Mittagszeit zu den Büros (denn sonst ist da nichts), klingelt mal so, und die feinen Damen und Herren kommen wie die Hunde aus ihren Arbeitsstuben gelaufen.
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Netzeinfälle
27. August 2007, 16.19 Uhr von Peter Giesecke
Wer früher etwas kaufen wollte, ging in den Laden und schaute, was vorrätig war. Wer heute etwas kaufen möchte, schaut ins Internet. Das hört sich besser an, ist es aber nicht. Denn die Google-Suche führt auch erst einmal nur von einem Shop zum anderen - in der billigen Ausführung versteht sich. Und dort fehlt das, was den freundlichen Mann hinter der Ladentheke ausgemacht hat: eine fachliche Beratung. Nicht weniger verspricht Konsumo.

Nur Bahnhof verstehen? Auf Konsumo nachlesen!
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Netzausfälle
25. August 2007, 17.39 Uhr von Peter Giesecke

Redaktionelles Beiwerk - bitte scrollen
Was halten die Kollegen eigentlich von ihren Lesern, wenn sie ihnen so etwas wie oben zumuten? Eine Riesenwerbung, die nicht einmal als solche gekennzeichnet ist (also als Werbung, unübersehbar riesig ist sie ja). Was hat teltarif.de eigentlich für Leser, dass die sich das gefallen lassen? Hätte es eine Werbung im klassischen 300×250-Format nicht auch getan? Wird so viel Geld dafür gezahlt?
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Unplugged
21. August 2007, 18.49 Uhr von Peter Giesecke
Ich bin ein Kind der Siebziger, und meine Omas haben nicht nur den Krieg miterlebt, sondern gleich beide. Als der erste Weltkrieg ausbrach, war eine bereits aus der Schule raus und in ihrer ersten Stellung. So hieß das damals. Weshalb ich hier mit alten Zeiten anfange? Für meine Omas war es eine Selbstverständlichkeit, an Geburtstagen und zu Weihnachten das Geschenkpapier einzusammeln und ordentlich zusammenzufalten. Zur Wiederverwertung. Hat schon mal jemand von euch mit dem Fingernagel das Tesafilm vom Geschenkpapier geknibbelt? Meine Omas haben das getan.
Dann kamen die Achtziger. Das Jahrzehnt von Pop, Kommerz und Konsum. Da hat niemand mehr das Geschenkpapier aufgehoben. Nicht einmal mehr meine Omas, denn die waren da schon ziemlich tüddelich. Und wir Kinder schon ein bisschen größer. Wir haben es aufgerissen. Gierig. Um endlich an den Inhalt zu kommen.
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Spon und Spott | Netzausfälle | Infojunkie
21. August 2007, 12.02 Uhr von Peter Giesecke
Ich kann es ja nicht lassen. Wie andere Leute zwischendurch mal Solitär spielen, surfe ich des öfteren auf Spiegel Online vorbei. Um mich darüber zu amüsieren, dass der Politikkasten oft nur noch der dritte von oben ist, unter dem Panorama. Spon ist manchmal entwaffnend ehrlich - und nach wie vor das am übersichtlichsten gestaltete Nachrichtenportal. Ewig grinst der Matussek in der Sidebar. Ich habe ihn richtig liebgewonnen.

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Spon und Spott | Infojunkie | Netzeinfälle
19. August 2007, 22.04 Uhr von Peter Giesecke
Auf der Suche nach einem Nachrichten-Podcast stöberte ich seinerzeit auf den Seiten einiger Sender. Zum Beispiel beim Bayerischen Rundfunk und beim Rundfunk Berlin-Brandenburg. Der NDR macht das Echo des Tages in Koproduktion mit dem WDR. Oder übernimmt ihn. Wie auch immer. Gefunden habe ich keinen, der mir passt. Wo lag nun der Denkfehler? Der SWR beschallt zwar nur Wald und Wiese, ist aber dennoch einer der größten Sender Deutschlands. Selbstverständlich gibt es Nachrichten-Podcasts vom SWR. Und zwar einige.

So dröge kann ein sexy anzuhörender Podcast aussehen
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Netzausfälle | Infojunkie
15. August 2007, 21.55 Uhr von Peter Giesecke
Seit November letzten Jahres habe ich von Asstel nichts mehr gehört, jedenfalls bekam ich keine E-Mails mehr. Es war zwar nicht zu erwarten, dass meine Abmeldung vom Newsletter wirklich Gehör finden würde (schließlich hat es schon einmal nicht funktioniert), aber dann war Ruhe. Bis letzte Woche. “Lassen Sie sich Geldgeschenke vom Staat nicht entgehen, Herr Giesecke!” Aber vorher noch eine kleine Summe nach Nigeria überweisen, oder was?

Ob ich es nochmal versuchen soll? Klappt doch bestimmt nicht
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Aus der Druckerpresse | Infojunkie | Unplugged | ZEITzeuge
10. August 2007, 9.18 Uhr von Peter Giesecke
Der erste Nachbar, der das Haus verlässt, so hoffe ich, legt die Zeitungen ins Treppenhaus. Als ich gestern die Treppe hinunterstieg, gar nicht einmal so spät, lag dort die Zeit - plitschplatschnass. Regenstimmung auch bei mir. Mit spitzen Fingern trug ich das nasse Etwas in meine Wohnung, an der einzigen trockenen Ecke hochhaltend - dort, wo steht, was das Ganze wert ist: drei Euro und zwanzig Cent.

Das doppelte Aufmacherchen
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