Unplugged | ZEITzeuge
27. September 2007, 9.34 Uhr von Peter Giesecke
Nach zweiwöchiger Pause lag endlich mal wieder die Zeit vor meiner Tür. Sie war nass. Da lobe ich mir doch die connect. Sie wurde in der letzten Woche erstmals im schützenden Plastikkleid ausgeliefert.
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Unplugged
26. September 2007, 14.19 Uhr von Peter Giesecke
25. September 2007, 9.26 Uhr
Guten Tag Herr Peter Giesecke,
eine Sendung liegt für Sie in der PACKSTATION 105 in Bonn (Am Hauptbahnhof 1, HBF Bonn, Gleis 1) zur Abholung bereit. Bitte denken Sie daran, dass Sie zur Abholung Ihrer Sendung Ihre Postnummer und Ihre PostPIN benötigen.
Viel Spaß mit PACKSTATION wünscht Ihnen
Ihr PACKSTATION Team
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Netzausfälle | Netzeinfälle
24. September 2007, 11.20 Uhr von Peter Giesecke
Ich habe mal gelesen, die taz werde hauptsächlich als Zweitlektüre abonniert. Als Ergänzung zur Süddeutschen oder zur FAZ (wer macht denn sowas?). Gestern sah ich dann auf Zeit online eine Werbung für taz.de: “Meinung 2.0″. Soso. Das schmückt sich ein klitzekleines Newsportal im Retrolook mit einem Web-2.0-AushängeschildchenTag. Wird demnächst an Second-Hand-Läden auch “Abgewetzte Fummel 2.0″ stehen?

Heute schon zweinullt?
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Spon und Spott | Infojunkie
23. September 2007, 13.26 Uhr von Peter Giesecke
Ich bin noch nicht durch mit Spiegel Online. Offensichtlich. Ertappt habe ich mich dabei, wie ich in letzter Zeit des öfteren wieder dort vorbeisurfe. Sogar überlegt habe ich mir, aber nur ganz kurz, ob ich Spon wieder in meine Bookmarks aufnehmen soll. Ich schaue mich dort mit einer Gelassenheit um, die jedem Newskunkie den Entzugsschweiß auf die Stirn treiben würde. Aber warum eigentlich?
Früher habe ich dort Nachrichten gesucht. Die gab es auch reichlich und mehr oder weniger gut, meine Neugier wurde immer gestillt. Dennoch wurde und wird immer wieder aufs Neue das Haus mit wenig Backsteinen und stattdessen mit viel Mörtel gebaut. Heute komme ich des Mörtels wegen vorbei. Am liebsten habe ich ihn, wenn er noch schön nass ist und ich mit den Fingern darin rumspielen kann.
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Infojunkie | Unplugged | ZEITzeuge
20. September 2007, 11.31 Uhr von Peter Giesecke
Ich habe eines der Nachbarskinder in Verdacht! Wie die Kids so sind, da wird mal schnell die gesamte Nachbarschaft durchgegoogelt. Und, ach, der Giesecke beschwert sich in seinem Blog immer darüber, dass die Zeit nicht kommt. Wenn wir dem die jetzt klauen, schreibt er wieder. Das ist wie Marionettespielen. Der macht das, was wir wollen. Wie ein Pawlowscher Hund. Falls die Kids das schon in der Schule hatten. Bereits in der zweiten Woche habe ich morgens vor die Tür geschaut, ohne dass meine Zeit dort lag.
Anders als sonst habe ich aber bei Gruner+Jahr angerufen, die machen nämlich den Kundenservice für die Zeit. Eine nette junge Dame hat sich dort viel Zeit für mich genommen, obwohl sie mir nicht wirklich helfen konnte. Ich habe korrekt bezahlt. Der Zusteller hat mich auf der Liste. Im Haus bin ich der einzige, der die Zeit bezieht, da kann es also auch nicht zu einem Missverständnis gekommen sein. Mir werden jetzt zwei Ausgaben gutgeschrieben, dann wird noch beim Zusteller nachgefragt. Ein vorbildlicher Dienst am Kunden.
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Netzausfälle
15. September 2007, 21.15 Uhr von Peter Giesecke
Gerade per Mail von der Forschungsgruppe Wahlen zu einer Umfrage über Fernsehgeräte eingeladen worden. - Haben Sie ein Fernsehgerät? Nein. - Wenn Sie sich eines anschaffen: Ersetzen? Zusätzlich? Oder weiß nicht? Äh, ich will keinen Fernseher, Fernseher sind doof. Was klicke ich da denn an? Gibt es bei der Forschungsgruppe nicht am Ende immer noch die Fragen zur Politik? Die will ich haben. Politiker Angst machen. Umfragen verfälschen. Spaß haben.

Was soll ich da denn wählen, liebe Forschungsgruppe Wahlen?
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Netzausfälle | ZEITzeuge
5. September 2007, 13.19 Uhr von Peter Giesecke
Wenn ich eine Zeitung aufschlage, weiß ich, die hat vielleicht ein paar Seiten mehr oder weniger als beim letzten Mal, als ich sie in der Hand hatte. Ich werde also in etwa die gleiche Zeit zum Lesen brauchen. Bevor ich im Internet auf einen Link klicke, weiß ich noch nicht, wieviel Text mich dahinter erwartet. Wer nur wenig Zeit hat, muss gut entscheiden, welchen Link er anklickt und in welchem Artikel er der nächsten Seite folgt.

Das hätte auch auf zwei Seiten gepasst (Montage: Netzausfall)
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Spon und Spott
1. September 2007, 10.38 Uhr von Peter Giesecke
Robin Meyer-Lucht hat eine sehr schöne Analyse Spiegel Onlines im SZ-Magazin geschrieben. Tippgeber war natürlich wieder einmal onlinejournalismus.de, die ich (auch nach Jahren!) immer noch gerne lese.
Fiete Stegers fragt sich dort, ob Spiegel Online immer noch nicht von denen als Leitmedium gesehen wird, die es in der Studie von Julia Bönisch noch abgestritten haben. Ich habe die Frage damals so verstanden: Woher bezieht der gemeine Journalist seine Themen? Aus dem DPA-Ticker? Oder von Spiegel Online?
Für Meyer-Lucht ist das schon keine Frage mehr: “Das Nachrichtenangebot von Spiegel Online gehört heute zum Kanon der tagesaktuellen Leitmedien, wie die Tagesschau oder Bild.” Spiegel Online ist sogar zu einem ganz anderen Leitmedium geworden, als wir uns das damals schwarzgemalt haben:
“Spiegel Online färbt ab: auf die unmittelbaren Mitbewerber im Internet, aber auch auf die Qualitätspresse. Mit Spiegel Online wird »Spiegeligkeit« universell im deutschen Journalismus, die typische Erzählhaltung zum dominanten Schema.”
Die schärfsten Kritiker der Elche werden irgendwann selber welche. Zumindest als Kopien.
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