Ein wunderbares Video, das ich bei Johannes Kleske gefunden habe: David Heinemeier Hansson at Startup School 08. Hansson arbeitet für 37signals und ist der Macher von Ruby on Rails.
Er spricht aber darüber, wie man als Startup Geld verdienen kann und tritt dabei auf amüsante Weise allen vors Schienenbein, die nur auf Venture Capital aus sind. Sein Tipp: einfach Geld einnehmen. Wenn 2.000 Kunden monatlich 40 Dollar zahlen, hat man im Jahr bereits eine Million Dollar eingenommen. Nur mal so zur Anschauung.
Das nicht offizielle “The Nokia Blog” veröffentlicht erste technische Einzelheiten und beruft sich dabei auf das chinesische Onlinemagazin QQ.com. Im Vordergrund steht natürlich der Touchscreen, der 640 × 360 Bildpunkte fassen soll. Andere Berichte gehen sogar von 640 x 480 Pixeln aus.
Das Nokia 5800 hat nach Angaben des inoffiziellen Nokia-Blogs eine Display-Größe von 640 mal 360 Pixeln - andere Quellen gehen von 640 mal 480 Pixeln aus.
Das ist eine journalistische Schlamperei
, die ich da begangen habe. Ich habe nämlich meine Quelle für die 640×480-Pixel-Information einfach nicht genannt. Im zweiten Teil meines Artikels komme ich allerdings noch drauf zu sprechen. Teltarif dagegen, keine Ahnung woher die ihre Info haben. Wirklich keine Ahnung. Göttliche Eingebung? Jungs, ihr seid die besten!
Wie hört sich das denn an? Wikipedieren? Noch nie gehört. Googeln, ja. Das kennt man. Eine Zeitlang debattierte man darüber, ob es nun googeln oder googlen heißt. Aber das ist schließlich entschieden. Wie ich es oben verwendet habe, ist es richtig. Aber wikipedieren?
Dem Fremdwort-Lateiner fällt nicht gleich die Cicero-Büste vom Regal. Wikipedieren hört sich irgendwie gefällig an. Das könnte man sagen. Das könnte man sich angewöhnen zu sagen. “Ich wikipediere mal Äqulibrationsmodell.” Hört sich doch gut an.
Dennoch gebraucht das Wort keiner. Ich habe es mal schnell gegoogelt: 579 Treffer. Das ist nicht viel. Wikipedieren zu wikipedieren, muss ich nicht mehr. Google liefert nur einen Treffer auf Wikipedia. Nicht als Teil der freien Enzyklopädie, sondern auf der Seite eines Benutzers.
Dafür, dass ich keinen Fernseher habe, sei ich erstaunlich gut informiert, sagte man mir mal. Dank solcher Artikel von faz.net aus der F.A.S.: Obama und das deutsche Fernsehen. Der Pfeifton, der muss weg!. Leider nicht namentlich gekennzeichnet.
Es geht darum, was vor und nach der Obama-Rede in Berlin an Peinlichkeiten im deutschen Fernsehen lief. Es wurde nicht über Peinlichkeiten berichtet. Die Berichterstattung selbst war peinlich. Faz.net zitiert den Sender N24: “Obama hat vor allem Disziplin: Er war ja bei allen Anlässen fünf Minuten früher da - und das, obwohl er nie bei der Wehrmacht gewesen ist, bei den amerikanischen Streitkräften.”
So schlimm es offensichtlich um den Journalismus steht, auf der einen Seite, so zeigt der Artikel in der F.A.S. doch, wie man es richtig macht. Das ist die andere Seite. Und ich kann jetzt wieder mitreden, ohne mir das Trauerspiel selbst angeschaut zu haben. Was will ich mehr? Gut, mehr solcher Artikel. Online. In meinem Feedreader.
Das war in etwa der Umgangston, als ich meinem ersten Sysadmin begegnete. Das war noch virtuell, denn er musste tagsüber in die Schule, am anderen Ende der Republik, passte aber rund um die Uhr auf die Redaktionsserver auf. Als man sich dann tatsächlich begegnete, das ganze Team traf sich, da hatte man sich nichts zu sagen.
So war das, zu Beginn dieses Jahrzehnts, als der SysAdminDay zum ersten Mal ausgerufen wurde. Was die System-Administratoren da machten, verstand man nicht, zu schätzen wusste man es schon gar nicht, Hauptsache der Server lief. Andernfalls hieß es: Ey, mach mal.
Es kommen bei Pocketbrain noch mehr Pressemitteilungen an, die wir so gar nicht bestellt haben. Nicht von übereifrigen Tanja-Anjas aus deutschen PR-Agenturen, sondern aus Übersee. Es ist erstaunlich, wie viele englischsprachige E-Mails wir ohne zuvorigen Kontakt erhalten. Auch da wird manchmal die Gießkanne angesetzt, aber noch erstaunlicher ist es, wenn es thematisch passt.
Eben erhielt ich eine Pressemitteilung an die info@-Adresse, die wir selbst nicht nutzen. Um diese zu finden, muss man schon unser Impressum aufrufen. Einige Unternehmen machen sich also tatsächlich die Mühe, Google News der großen Länder aufzurufen und nach thematisch passenden Newsportalen zu fahnden. Respekt.
Die heutige Pressemitteilung hat lediglich das Fass zum Überlaufen gebracht. Mehr als ein Tropfen kam da auch nicht an, denn wieder einmal hat eine PR-Agentur mit der Gießkanne gegossen: “zur Unterstützung Ihrer redaktionellen Arbeit übersende ich Ihnen unten stehende Pressemeldung unseres Kunden”.
Den Namen des Kunden habe ich schon wieder vergessen, weil der mit Pocketbrain so wenig zu tun hat wie ein Reifenhersteller mit einem Newsportal über Autoradios. Bestellt habe ich die Pressemitteilung jedenfalls nicht. Die PR-Agentur selbst ist eigentlich ganz nett, die will ich auch gar nicht anmeckern. Aber diese PR-Arbeit 1.0 passiert einfach zu häufig.
Nachdem ich am Anfang meines persönlichen Blog-Booms wirklich viele private Blogs verschlungen habe, hat sich das seit letztem Jahr deutlich reduziert. Die meisten tummeln sich zwar noch in meinem Feedreader, die alten Artikel landen aber automatisch im Trash oder werden einmal monatlich per „Mark all as read“ als nicht mehr wirklich relevant gebrandmarkt. Was ich definitiv nicht vermisse sind Pseudo-Weisheiten irgendwelcher Leute, die mich eigentlich nicht wirklich interessieren. Was ich manchmal vermisse sind Musik-Fundstücke in Form von Videos, vor allem neues, unbekanntes Material. So weit in die Ferne schweifen brauche ich aber gar nicht, wie ich festgestellt habe.
Neues und meiner bescheidenen Meinung nach sehr gutes Material schlummert nur ein paar Büros weiter, beim Kollegen Kleinert und seiner Band Botany Bay. Ein Beispielvideo gibt’s unten, die Songs des letzten Albums entweder gekauft auf CD oder ganz legal als CC-Download. Da können sich (fast) alle der neuen Chartwunder durchaus ne Scheibe von Abschneiden.
Peter Kröner hat in seinem Blog eine Heatmap eingesetzt, um herauszufinden, was bei ihm geklickt wird und was nicht. Eine wohltuende Bestätigung des eigenen Bauchgefühls. Ob ein Link geklickt wird oder nicht, hängt natürlich von der Position und der konkreten Darstellung ab. Dennoch drängt mich mein Bauch zu naseweisen Verallgemeinerungen. Hier sind sie.