Journaille

Über Knobelbecher-Journalismus

27. Juli 2008, 13.53 Uhr von Peter Giesecke

Dafür, dass ich keinen Fernseher habe, sei ich erstaunlich gut informiert, sagte man mir mal. Dank solcher Artikel von faz.net aus der F.A.S.: Obama und das deutsche Fernsehen. Der Pfeifton, der muss weg!. Leider nicht namentlich gekennzeichnet.

Es geht darum, was vor und nach der Obama-Rede in Berlin an Peinlichkeiten im deutschen Fernsehen lief. Es wurde nicht über Peinlichkeiten berichtet. Die Berichterstattung selbst war peinlich. Faz.net zitiert den Sender N24: “Obama hat vor allem Disziplin: Er war ja bei allen Anlässen fünf Minuten früher da - und das, obwohl er nie bei der Wehrmacht gewesen ist, bei den amerikanischen Streitkräften.”

So schlimm es offensichtlich um den Journalismus steht, auf der einen Seite, so zeigt der Artikel in der F.A.S. doch, wie man es richtig macht. Das ist die andere Seite. Und ich kann jetzt wieder mitreden, ohne mir das Trauerspiel selbst angeschaut zu haben. Was will ich mehr? Gut, mehr solcher Artikel. Online. In meinem Feedreader.

3 Antworten zu “Über Knobelbecher-Journalismus”

Avatar stefan meint:

der artikel ist von peer schader ( http://www.medienpiraten.tv/ )

Avatar Peter Giesecke meint:

Dachte ich mir bereits. Normalerweise steht es auf faz.net auch dabei. Danke für den Hinweis.

Avatar Peter Giesecke meint:

Hier noch ein paar schöne Screenshots im Blog von Peer:
http://www.medienpiraten.tv/blog/?p=697

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