Netzeinfälle | Pocketbrain
28. August 2008, 14.29 Uhr von Peter Giesecke
Bei jedem Relaunch wird gemeckert. Denn Bloggern kann man es nie recht machen. - Ob der neue Aufbau von Welt Online nun Einheitsbrei ist oder einfach das, was sich bewährt hat, ein Optimum, darüber kann man streiten. Oder auch nicht.
Kommt mir irgendwie bekannt vor, war allerdings mein erster Gedanke. Nicht das Gesamtbild, sondern ein Detail. Der Rahmen der Boxen in der linken Spalte hat unten noch einen Extrastrich bekommen. Der wirkt wie ein Schatten. Und wo habe ich das schon mal gesehen? Richtig! Auf Pocketbrain.
Nicht, dass ich behaupten würde, wir wären als erste darauf gekommen. Wir haben das auch nur abgekupfert. Es gibt viel weniger Ideen, als man glaubt. Da müssen sich die Menschen (oder die Newsportale) eben welche teilen.
Auch dieser Gedanke ist nur geklaut. Von Milan Kundera, der das in der Unsterblichkeit mit Gesten ausführt. Sehr schönes Buch.
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Pocketbrain
19. August 2008, 12.13 Uhr von Peter Giesecke

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Spon und Spott | Infojunkie | Netzeinfälle | ZEITzeuge | Pocketbrain
17. August 2008, 10.01 Uhr von Peter Giesecke
Am letzten Wochenende habe ich mal locker über hundert Feeds aus meinem Reader geworfen. Allerdings waren einen Großteil davon Diskussionen auf anderen Blogs, an denen ich mich mit einem eigenen Kommentar beteiligt habe. Zusätzlich habe ich meine Feeds endlich mal getaggt. Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, weiß ich allerdings noch nicht.
Bei Nachrichten habe ich mir das Feed-Lesen angewöhnt, um nicht ständig auf deren Website herumzuklicken und nach Neuem zu suchen. Spon hat einen gegügend großen Output, um alles schön rotieren zu lassen. Wenn man dort nach einer Stunde wieder vorbeischaut, ist zwar nicht alles anders, sieht aber so aus. Faz.net und Zeit online haben kein Geld für sowas. Oder keine Lust. Jedenfalls sieht es viel zu oft einfach nur gleich aus. Laaaangweilig.
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Spon und Spott | Journaille
15. August 2008, 14.43 Uhr von Peter Giesecke
Kollege Patalong schreibt über das soziale Netzwerk “Wer kennt wen?” - ziemlich unaufgeregt und gut auf den Punkt gebracht. Und wer einen elitären Scheiß macht, wird auch so beurteilt - wie “Die große Zeitvernichtungsmaschine” Xing gestern auf faz.net. Allerdings hat Friedhelm Weidelich dann doch keine Ahnung, worüber er schreibt.
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PRopaganda
13. August 2008, 17.34 Uhr von Peter Giesecke
Hurra, ich habe soeben ein Fax erhalten. Die Neugierde machte Luftsprünge. Und was war es? Eine Pressemitteilung. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine Pressemitteilung per Fax erhalten habe. Das muss Jahre her sein. Und dann auch noch von einem Telekommunikationsunternehmen. Nein, kein Fax-Anbieter. Und was soll ich jetzt damit machen? Abtippen? Wer hat denn Zeit für sowas? Ab in die Mülltonne damit.
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Journaille
13. August 2008, 9.14 Uhr von Peter Giesecke
Ein Journalist telefoniert viel. Doch wenn er selbst angerufen, droht oft Ärger. Der Pressesprecher, der um eine Korrektur bittet (oder schleimt), ist da noch harmlos. Manch einer brüllt einem einfach seine Ungerechtigkeiten ins Ohr. (Okay, wer nur Pressemitteilungen abpinnt, dem passiert das natürlich nicht.)
Die Zeit hat ein schönes Stück darüber geschrieben. Nur ein Detail:
In dem Schreibens bezichtigt er den Autor der “Schlampigkeit”, weil er vom “Institut für Rationelle Psychologie in Stuttgart” schreiben. Ertel wörtlich: “Wir sind seit 1969 ein Münchner Institut, das auch in München steuerlich erfasst ist und kein Stuttgarter Institut.” Dumm nur, dass wenige Zentimeter über dieser Behauptung im Briefkopf die Adresse “Industriestr. 4 - 70765 Stuttgart” steht.
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Netzausfälle | Journaille | Pocketbrain
11. August 2008, 14.28 Uhr von Peter Giesecke
Wer für ein Onlinemedium schreibt, muss sich beeilen. Die romantische Vorstellung dabei ist, dass man eine Meldung als Erster veröffentlichen möchte. Die nackte Realität ist jedoch, dass Onlinemedien meist Low-Cost-Produktionen sind. Es wird schnell gearbeitet, auf Recherche verzichtet und die Meldung ohne Sorgfalt online gestellt. Es gibt Onlineredaktionen, die das besser machen. Doch oft sieht die Realität genauso traurig aus.
Wie kommen die Redaktionen an ihre Informationen heran? Oft über RSS-Feeds. Zahlreiche Pressemitteilungen lassen sich so beziehen, selbstverständlich auch fachbezogene Blogs, es wird aber auch die liebe Konkurrenz abonniert.
Dort wird jedoch meist mitgezählt, wieviele auf den Link im RSS-Feed klicken. Schließlich findet man im Feed bloß einen Anreißer. Heise online hängt seinen Meldungen ein “from/atom10″ an und faz.net (ja, das sind die mit den komischen URLs) ein “rss_googlefeed”.
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Infojunkie | Netzeinfälle
8. August 2008, 10.54 Uhr von Peter Giesecke
Ich habe mich nie fürs Liveblogging begeistern können. Weder sah ich einen Anlass, selbst über Stunden hinweg in nur einem Beitrag zu bloggen, noch hatte ich Lust, für Stunden vor dem Monitor zu sitzen und alle zwei Minuten auf die F5-Taste zu drücken. Das scheint sich heute zu ändern. Der Netzökonom der FAZ bloggt live von der Freenet-Hauptversammlung.
Holger Schmidt scheint sich an feste Zeit zu halten. Die einzelnen Texthappen stammen von 9.30 Uhr, 9.45 Uhr, 10.00 Uhr, 10.15 Uhr und 10.30 Uhr. 10.45 Uhr wurde gerade ausgelassen, aber das muss wohl so sein. Denn, wenn es spannend wird, gehören Ohr und Auge nach vorne gerichtet und nicht auf den Laptop.
Der Vorteil: Für Menschen mit ausgeprägtem Suchtverhalten wie mir entfällt der Drang, alle zwei Minuten die Seite neu zu laden. Wer schon einmal ein Fußballspiel am Kicker-Ticker verfolgt hat, weiß, was ich meine.
Und schon wurde die Regel durchbrochen: Der Zusatz mit der Kennzeichnung 10.45 Uhr erscheint bei mir erst nach 10.48 Uhr. Und ein zusätzlicher wurde um 10.50 Uhr eingeschoben. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Nichtsdestotrotz: Egal wie Holger Schmidt den Tag über weiterbloggt, ein Liveblogging mit festen Aktualisierungszeiten halte ich gar nicht für schlecht.
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Unplugged
7. August 2008, 12.39 Uhr von Peter Giesecke
Wenn die Strompreise hochgehen, liegt das unter anderem daran, dass die Stadtwerke Bonn mir dauern Post schicken. Die sitzen ja auch in Bonn, die Post. Im Post-Tower. Nicht weit von hier. Die kassieren dann - gefühlt! - das meiste Geld aus der Preiserhöhung. Vielleicht hat der Marktingmensch von den Stadtwerken ein Bier zu viel von einem Postler ausgegeben bekommen. Irgendjemand muss hier doch kungeln, wo schon die ganzen Politiker weg sind. Würde ich aber nie im Ernst behaupten.
Tja, ich habe immer noch nicht meinen Stromanbieter gewechselt. Die Stadtwerke wollen, dass ich den Tarif wechsel. Ich dagegen will den Anbieter wechseln. Stadtwerke und Ökostrom, das ist doch paradox.
Netterweise haben mir die Stadtwerke gerade eine weitere Erinnerung geschickt. Die haben den Strom mal kurz weggelassen. Vielleicht eine Sekunde lang. Meinem Rechner hat es gereicht, um alles zu vergessen, was ich ihm gerade einhämmert habe. Das war eine Newsmeldung für Pocketbrain. Bloß ein Absatz, ich nutze fleißig Strg+s, aber immerhin. Danke, Stadtwerke. Bald wird der Anbieter gewechselt.
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