Vorhin eine Pressemitteilung per Mail erhalten: “z.Hd. Herr Kremp – Ihr Artikel: Lokalisten telefonieren für 2 Ct/min”. Einen Herrn Kremp gibt es hier aber nicht, jedoch bei Spiegel Online. Der Artikel jedoch ist von mir. Was ist da also schief gelaufen?
Hallo und guten Tag Herr Giesecke,
leider konnte ich Sie heute nicht persönlich erreichen.
Ich habe mich eindringlich mit Ihrer Interessenslage auseinandergesetzt und beobachtet, dass Sie mitunter Themen aus der Netzwelt/Web 2.0 bedienen. Nun trete ich mit einem Thema an Sie heran, welches mit Ihrem Artikel ?Lokalisten telefonieren für 2 Ct/min? einhergehend sehr interessant für Sie sein könnte.
1. “Persönlich erreichen” bedeutet, er hat versucht mich anzurufen, hat er aber nicht.
2. “Themen aus Netzwelt/Web 2.0″ bedeutet, er hat sich nicht angeschaut, was Pocketbrain macht.
3. “Nun trete ich mit einem Thema an Sie heran, welches [...] interessant für Sie sein könnte.” Dieser Satz hat keinen Inhalt. Ein PR-Mensch sollte besser formulieren können.
4. Solche Mails erhalten wir des öfteren in letzter Zeit. Ich frage mich, ob die tatsächlich meinen, wir würden so etwas veröffentlichen – oder andere Redaktionen.
5. Schlimmer noch: Sowohl das beworbene Angebot als auch die PR-Agentur merke ich mir. Die werden hübsch außerhalb meines Aufmerksamkeitsfelds platziert.
6. Wie lange dauert es, bis solche Agenturen pleite gehen?
Knapp 10 Minuten Video auf NiemanJournalismLab. Eine nüchterne Bestandsaufnahme, keine großspurigen Ziele, kein Graswurzelgekaue. Und ganz nebenbei wird auch das “impending Apple slate” erwähnt (8:30). Über das Apple-Tablet gibt es aber mehr auf Pocketbrain.
Gerade das Blog von Francesco Cirillo entdeckt. Von ihm stammt die Pomodoro Technique, eine weitere Zeitmanagement-Methode, aber darum geht es an dieser Stelle nicht.
Der erste Beitrag hat mich beeindruckt. Es ist ein Video von Randy Pausch, der an Bauchspeicheldrüsenkrebs stab. Er erzählt von seinen Kindheitsträumen und was ihn dazu befähigt hat, diese zu erreichen (zumindest teilweise), das Leben zu entdecken und letztlich mit einer bewunderswerten Gelassenheit über das Leben angesichts des nahen Tods zu sprechen.
Der Mann spricht unglaublich schnell. Ich habe kein Wort verstanden. Es muss aber lustig sein. Die Leute lachen dauernd. – Schöne Anekdoten über gutes Marketing.
Gerade rief mich die Kundenrückgewinnung von E-Plus an. Dort war ich jahrelang Kunde – begonnen zu einer Zeit, als das Netz mit einer guten Sprachqualität überzeugte und WAP dem Stand der Zeit entsprach. Vor zwei Jahren vergaß ich rechtzeitig zu kündigen. Diesmal hat es geklappt.
Dummerweise ließ ich mich vor einem konkreten Angebot (Handy, Gutschrift) auf die Diskussiion über die Netzqualität ein. Der nette junge Mann sagte mir, dass alle UMTS-Netze gleich seien.
Als ich dann mit HSDPA anfing, erfuhr ich, dass die Deutsche Telekom gar nicht mehr dabei sei, weil die dafür neue Masten aufstellen müssten. Bei 7,2 Mbit/s sei also schluss. Außerdem seien neue Handys und USB-Sticks erforderlich.