Archiv für November 2011

Blog

Die E-Mail-Adresse zum anderen Anbieter mitnehmen

27. November 2011, 12.51 Uhr von

Mit jedem Mail-Programm gelingt dies, aber nicht mit der Weboberfläche jedes Freemailers.

Fast jeder Mobilfunk-Discounter zahlt eine Prämie, wenn man seine alte Handynummer mitbringt. Für die Briefpost gibt es einen Nachsendeauftrag, um zumindest zeitweise die alte und die neue Adresse zu verknüpfen. Auch wenn sich unter der Motorhaube etwas geändert hat, nach außen sieht es immer noch gleich aus. Man bleibt erreichbar.

Wie sieht das aber bei einer lebenslangen E-Mail-Adresse aus? Vor zehn Jahren hat man sich eine solche Adresse bei einem Freemailer geholt, um von dem Anbieter unabhängig zu sein, über den man ins Internet geht. Doch über die Jahre sind diese E-Mail-Konten technisch beschnitten und mit Werbung überladen worden. Kann man den Anbieter wechseln und seine E-Mail-Adresse mitnehmen? Einigen scheint die Antwort darauf trivial, aber immer wieder habe ich Freunden erklärt, wie genau das geht.

Die E-Mail-Adresse kann man selbstverständlich nicht mitnehmen. Wer Kunde bei einem Freemailer ist, bleibt dies auch. Es lassen sich aber alle E-Mails so weiterleiten, dass man die bessere Technik bei einem anderen Anbieter nutzt, von außen gesehen sich aber nichts ändert. Dafür werden die E-Mails alle sofort und automatisch an die E-Mail-Adresse des neuen Anbieters weitergeleitet. Ich bin nicht mit allen Freemailern vertraut, sie sollten aber alle entsprechende Filter oder Weiterleitungsregeln haben.

» Weiterlesen (Keine Kommentare)

Blog

Ubuntu verliert – bald auch mich

25. November 2011, 11.50 Uhr von

Mit Gnome 2 habe ich gut gearbeitet, jetzt suche ich aber nach einer Alternative: Mint, Mate, Xfce, Minimalinstallation oder Arch?

Seit fünf Jahren läuft Linux auf meinem Rechner, davor hatte ich schon einige Jahren mit dem Gedanken gespielt, mich aber nicht getraut. Den Umstieg erleichtert hat mir Ubuntu. Man musste keine kryptischen Dateien aufrufen, um das System zu konfigurieren. Installation und Anpassung gelangen in einem Schwung. Der ganze Ablauf und Aufbau erinnerte an Windows, das sollte es Umsteigern leichter machen, hat es dann auch getan.

Nun ist Ubuntu in der Beliebtheit massiv abgerutscht. DistroWatch erstellt monatlich ein Ranking der beliebtesten Distributionen, wobei aber nur die Besucherzahlen auf der eigenen Website ausgewertet werden (via Golem). Das ist allerdings nur bedingt aussagekräftig, wird aber dennoch als Tendenz anerkannt. Ubuntu lag lange auf Platz eins, wurde dort im letzten Jahr aber von Mint verdrängt und ist im letzten Monat sogar auf Platz vier zurückgefallen ? hinter Mint, Fedora und OpenSuse.

Das scheint an der neuen Oberfläche Unity zu liegen. Diese kopiert jetzt keine bestehende Oberfläche mehr, sondern versucht zukünftige Entwicklungen vorauszunehmen. Für Smartphones entwickelte Oberflächen geben derzeit den Ton an, laufen bereits auf Tablets und werden auch auf Rechnern mit großen Bildschirmen gelangen. Mac OS entwickelt sich bereits in diese Richtung, aber auch Windows 8 wird komplett anders aussehen.

» Weiterlesen (Keine Kommentare)

Blog

Die Belohnung gibt es schon vorher

24. November 2011, 22.10 Uhr von

Der Dopaminlevel im Gehirn steigt schon an, bevor es die Belohnung gibt.

Was im Gehirn passiert, ist mir immer noch ein Rätsel. Und wer dazu ein schlaues Buch gelesen hat, wird feststellen, dass es in wenigen Jahren veraltet ist bzw. von neuen Erkenntnissen überlagert wurde.

Besonders interessant finde ich, welche Botenstoffe dort zwischen den einzelnen Zellen hin- und herflitzen und wie man nun mit Medikamenten oder auch bloß über die Ernährung versucht, diese zu beeinflussen ? selbstverständlich im Sinne einer Optimierung, um noch leistungsfähiger zu werden oder kreativer oder was weiß ich.

Robert Sapolsky von der Stanford University erklärt nun etwas über Dopamin:

Dopamine is not about pleasure, it’s about the anticipation of pleasure.
It’s about the pursuit of happiness and not about the happiness itself.

(via amix)

» Weiterlesen (Keine Kommentare)

Blog

Flash: Nur löschen ändert etwas

22. November 2011, 13.38 Uhr von

Die Initiative Occupy Flash empfiehlt, das Flash-Plugin für den Desktop-Browser zu deinstallieren.

Vor wenigen Tagen habe ich noch beschrieben, wie ich Flash in meinem Browser blocke ? vor allem schlecht programmierte Flash-Werbung, die den Browser zum Absturz bringt. Nützt alles nichts, meint Occupy Flash und empfiehlt, Flash gleich ganz zu deinstallieren. Das Argument dahinter: Gemessen wird, auf wievielen Systemen Flash installiert ist, nicht unbedingt die Nutzung.

Als Alternative wird HTML5 empfohlen. YouTube bietet schon länger eine flashfreie Version an, die HTML5 nutzt. Auch das iPad kommt ohne Flash aus. Es gibt also bereits flashfreie Bereiche sowie Alternativen. Occupy Flash möchte die Ablösung von Flash lediglich beschleunigen ? und sich selbst eine Menge Arbeit sparen, denn hinter der Initiative stehen Webentwickler.

Es wird auch gar nicht einmal Flash verteufelt, sondern bloß das Browser-Plugin. Hilfestellung, wie man dieses deinstalliert, gibt es über die Website von Occupy Flash.

Ganz so einfach ist es aber nicht. Manchmal braucht man einfach Flash ? beim Online-Shopping oder wenn man an wichtige Informationen gelangen möchte. Die beste Lösung für den Übergang wäre es wohl, das Flash-Plugin nur noch in dem Browser laufen zu haben, den man für Notfälle auf dem Rechner hat, und im Normalfall mit einem Browser ohne Flash zu surfen.

» Weiterlesen (Keine Kommentare)

Blog

Nur Flash geblockt – oder doch lieber die Werbung?

17. November 2011, 13.25 Uhr von

Firefox und Opera können Flash blocken und damit einen Großteil der Werbung. Darüber finanzieren sich aber die Portale.

Wie gut ich Steve Jobs verstehe, Flash nervt. Wie oft schon ist mein Browser abgestürzt oder zumindest jedes Flashelement verteilt auf allen Tabs, nur weil ein einzelnes Flashdingens rumgesponnen hat? Wenn man sich nebenbei einen Vortrag per YouTube anschaut, den man nur in kleinen Happen genießt, und nicht weiß, an welcher Stelle der Absturz kam, das ist ärgerlich.

Zwei Lösungen habe ich mir näher angeschaut. Im Firefox habe ich die Erweiterung Flashblock installiert, die genau das macht, was der Name sagt: Flash blockieren. Mit einem Klick auf das entsprechende Element kann man es starten. Auf diese Weise startet auch kein YouTube-Video im Hintergrund, wenn ich mehrere gleichzeitig aus dem Feedreader heraus öffne. Ansonsten klicke ich nur dort, wo meine Aufmerksamkeit gerade ist, das tut nicht weh.

Im Opera muss man in den Einstellung nur ein Häkchen vor “Plug-ins nur auf Anforderung aktivieren” (zu erreichen über Erweitert -> Inhalte). Das hat den selben Effekt.

flashwerbung-auf-spiegel-online.jpg
Gleich vier Flashwerbungen finden sich auf diesem Screenshot

» Weiterlesen (Keine Kommentare)

Blog

Quäl dich, du Sau – zweimal am Tag

16. November 2011, 15.48 Uhr von

Übung macht mitnichten den Meister. Es ist die richtige Art zu Üben und das Kontrastprogramm.

An der Universität der Künste Berlin mussten Professoren einordnen, welchen der Musikstudenten sie eine professionelle Karriere als Violinspieler zutrauten. (Die Studie wurde in der Psychological Review veröffentlicht. Mehr zur Methodik bei Study Hacks.) Es wurde auf diese Weise die Elite vom Durchschnitt getrennt und geschaut, was sie anders machen.

Üben allein reicht nicht, beide Gruppen beschäftigten sich 50 Stunden in der Woche mit Musik. Die guten Spieler konzentrierten ihre Aufmerksamkeit aber in zwei Blöcken am Tag ? zu festen Zeiten, einer morgens, einer am Nachmittag. Der Durchschnitt ist ständig am Üben, aber mehr nebenbei.

Wichtig für gute Leistungen war nicht nur die Trennung von Arbeit und Freizeit, die freie Zeit war auch erholsamer. Die Elite bekam zum Beispiel eine Stunde mehr Schlaf pro Nacht. Für den Erfolg war wichtig, sich zweimal am Tag anzustrengen, sich aber auch bewusst zu entspannen.

Wer zuhause arbeitet und/oder im Internet, könnte dies kennen: Man arbeitet ständig ein bisschen, aber die richtige Arbeit fällt immer schwerer ? ob das nun an der mangelnden Konzentration liegt oder den vielen Unterbrechungen.

Der Unterschied ist aber folgender: Die Violinspieler haben keine To-Do-Listen abgearbeitet, sie haben eine Fertigkeit erworben, eine Fähigkeit. Wer einen Platz in einem der großen Orchester ergattert hat, wie von den Professoren vohergesagt, muss sich auch dem Alltag dort unterwerfen. Schön spielen reicht dann nicht mehr.

» Weiterlesen (2 Kommentare)