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Warum ich mir die All-Net-Flatrate von Congstar hole

24. Februar 2013, 18.58 Uhr von

Demnächst läuft mein Handyvertrag aus. Im Moment telefoniere ich im Tarif „O2 on business upgrade“ für Selbstständige (vergleichbar mit dem „O2 Blue L Professional“). Der war mal gut und ist immer noch nicht schlecht. Für etwas über 40 Euro im Monat gibt es zwei SIM-Karten (eine im Handy, eine im Laptop), unbegrenzt Gespräche in alle deutschen Netze und drei Gigabyte Datenvolumen. Aber das Netz ist hier einfach zu schlecht.

Der einzige Mast im Dorf steht ein paar Kilometer entfernt, im Tal eines Mittelgebirges, und wenn ich dann über den Berg hinaus bin, ist manchmal schon das Netz weg. Gänzlich unverzeihlich bleibt aber, dass in den letzten drei Jahren immer wieder das Netz ausfiel. Dann war ich zwei, drei Tage nicht zu erreichen. Ins mobile Internet gelange ich hier nur über EDGE. Zuhause habe ich einen DSL-Anschluss, aber unterwegs in der Natur ist das dann doch ein Problem. Und als ich mal auf Reisen ging, im ICE von Dortmund über Hagen nach Köln hatte ich ebenfalls kaum Netzempfang.

Kein O2, kein E-Plus

Damit scheiden schon einmal alle O2-Reseller aus, E-Plus aus dem selben Grund auch. Um im Wald ein Notfalltelefon zu haben, es könnte ja mal ein Wildschwein aus dem Dickicht geschossen kommen, muss man im Mittelgebirge mit einem der D-Netze verbunden sein. Das gilt meiner Erfahrung nach ebenso für die Eifel und das Bergische Land. Congstar ist eine Tochter der Deutschen Telekom, die Netzqualität dürfte daher gleich sein. Der Support wird wohl etwas teurer sein – wenn man ihn denn braucht.

Nun zum Preis: Die „Congstar Allnet Flat S“ kostet seit kurzem nur noch 24,99 Euro im Monat. Ohne Vertragslaufzeit zahlt man monatlich 29,99 Euro und einmal vorneweg 25 Euro. 500 Megabyte lassen sich mit 7,2 Mbit/s herunterladen, dann erst wird gedrosselt. SMS sind mir egal, ich verschicke keine. Klarmobil bietet die gleiche All-Net-Flatrate im Telekomnetz für ein paar Euro weniger an; aber mit Verlaub, ich traue den Hamburgern nicht. Ich kenne einige Beispiele, in denen sich die Service-Provider ihren schlechten Ruf zurecht erworben haben. Das gilt insbesondere auch für Drillisch und ihre Töchter.

Vodafone für den Internetzugang

Wie steht es dann mit Vodafone? Bei einer Kurzrecherche letztens musste ich mit Überraschung feststellen, dass die hier auch nur einen Masten betreiben (die Telekom hat zwei). Vor allem das Angebot von 1&1 beobachte ich schon seit einiger Zeit, aber ich hadere grundsätzlich mit denen. Die Technik ist in der Regel stabil und ausreichend (ich war lange DSL-Kunde bei 1&1), der Support kann aber zu einem schwarzen Loch werden. Wenn alles läuft, ist es super; wenn nicht, dann halt nicht. Wenn ich mich schließlich noch frage, was 1&1 als virtueller Netzbetreiber (MVNO) Vodafone an Technik abnimmt und in Eigenregie betreibt, dann möchte ich es doch lieber nicht darauf ankommen lassen.

Entscheidend war jedoch ein anderer Punkt: Ich will, dass Handy und Laptop in verschiedenen Netzen funken: Telekom und Vodafone, oder: Vodafone und Telekom. Es gibt einige Reseller wie Bild mobil und Pro7, die einen günstigen Internetzugang über Vodafone anbieten: nur wenige Euro für ein paar Tage, ideal für den Kurztripp. Das hat dann letztlich den Ausschlag gegeben.

Disclaimer: Fast alle Links in diesem Artikel sind Affiliate-Links, bleibt trotzdem meine ehrliche Meinung.



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Eine Antwort zu “Warum ich mir die All-Net-Flatrate von Congstar hole”


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