Archiv fr Peter Giesecke

Peter Giesecke war von 2001 bis 2004 Chefredakteur von onlinekosten.de, im Jahr darauf baute er als Chefredakteur die Redaktion von netzwelt.de auf. Der bekennende Newsjunkie schaut alle paar Stunden bei Spiegel Online vorbei und findet dort auch die eine oder andere Ungereimtheit. Allerdings knnte er auch spontan nicht sagen, welche Website besser gemacht ist - jedenfalls nicht in dieser Grenordnung.
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Und es hat Xing gemacht

11. April 2010, 13.17 Uhr von

Es gibt die schöne Anekdote, dass einige mittelständische Unternehmer ihre Töchter zu einer renommierten Universität schicken und dort VWL studieren lassen – nicht, um sie auf die Nachfolge vorzubereiten, sondern, um einen Schwiegersohn zu finden, der diesen Job übernimmt.

Xing-BannerMusste den Xing-Banner leider durchschneiden, damit er hier reinpasste

Das war früher. Eheanbahnung geht heute über Xing – und Xing ist sich auch nicht zu fein, damit zu werben: “Und es hat Xing gemacht! Als ich gesehen habe, mit wem der sonst noch Geschäfte macht. Lena P., Market Development Manager” – Na, wenn das mal nicht ein Kriterium für die Partnerwahl ist, also, für die Wahl der Geschäftspartner.

Ich bin einer der zufriedenen, aber passiven Xing-Nutzer. Ich lese täglich die Statusmeldungen, die Xing mir in der kostenlosen Variante zu lesen gibt. Ich sehe, wenn jemand den Job wechselt. Ich habe Zugriff auf die Kontaktdaten und gebe entsprechend meine frei.

Das war’s. Ich würde nie auf die Idee kommen, für einen solchen Dienst zu zahlen – zumindest nicht diesen Betrag. Durch was rechtfertigt der sich eigentlich? Da stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach nicht. Eigene Status-Meldungen abzusetzen, wäre schön, muss aber nicht sein.

Mir ist schon zu Ohren gekommen, dass die Gruppen und Foren Flirtplätze sind. Dort, wo ich mal kurz reingeschnuppert habe, war es entweder fachlich nicht anspruchsvoll oder gleich Off-topic. Nun ja, wer wirklich arbeitet, wird sich dort wohl weniger aufhalten.

Google hat mir verraten, dass die Kampagne schon seit Februar läuft und es sechs Testimonials gibt – drei Jungs und drei Mädels. Dass mir jetzt allerdings Blondi vor die Linse kam, mag Zufall sein, ich vermute aber mal eine gewollte statistische Unausgewogenheit. Ist ja opportun.

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The Science of Aesthetics

5. April 2010, 22.21 Uhr von

Ein tolles Video von Keith Lang über Formen und Farben. Ein Vortrag, den er im Rahmen der UXAustralia 2009 gehalten hat, nachgesprochen.

The Science of Aesthetics by Keith Lang from Keith Lang on Vimeo.

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687.000 zahlen für Xing

30. März 2010, 10.45 Uhr von

Xing hat in Deutschland 3,74 Millionen Mitglieder. 687.000 davon zahlen – oder das Unternehmen, bei dem sie beschäftigt sind. Ich verstehe ja immer noch nicht, warum es sich lohnen soll, dieses Geld auszugeben.

Sicherlich wäre es nett, hie und da eine Status-Meldung abzusetzen – zum Beispiel, wenn man mal in einer anderen Stadt unterwegs ist, um dort ein Treffen mit einem eher losen Kontakt zu ermöglichen. Oder wenn man ein neues Produkt hat oder neue Funktionen.

Wer seine Kontakte aber nicht pflegt, sondern einfach nur Business Buddies sammelt (oder Bunnies) wird darauf keine Reaktion erhalten.

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Der Spiegel war’s

30. März 2010, 9.35 Uhr von

Der Fall Eckart von Hirschhausen war bereits woanders zu lesen. Eine kurze Zusammenfassung nochmals plus weitere Fälle von Jörg Thomann in der FAZ: Misstrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Bisher wurde immer salopp zwischen deutscher und angelsächsischer Praxis unterschieden. Mir war noch nicht bekannt, wer die deutsche Unsitte verbrockt hat, sich Zitate autorisieren zu lassen: Der Spiegel – das Sturmgeschütz der Demokratie.

Die Praxis, Zitate autorisieren zu lassen, hat hierzulande ?Der Spiegel? eingeführt – als Lockmittel für die Politiker, sich beim Gedankensparring des ?Spiegel?- Gesprächs nicht zurückzunehmen. Ein solches Gespräch, sagt der ?Spiegel?-Autor Hans-Ulrich Stoldt, habe den Vorteil, dass es oft ?offener und spontaner? sei – und den Nachteil, dass die Befragten alles, was ihnen nicht behagt, wieder einkassieren könnten.

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Stefan Glänzer über Gründer in Deutschland

2. März 2010, 20.54 Uhr von

Beitrag vom Last.fm-Gründer Stefan Glänzer in der FAZ:

Junge Gründer brauchen etablierte Webfirmen (und nicht nur deren vorwiegend verkaufsorientierte Niederlassungen), in denen eine starke Managementebene ausgebildet wird. Solche Leute finden regelmäßig Zugang in die Gründerszene, können die dort entstehende Kreativität in die richtigen Managementprozesse einführen, ihre Erfahrung im Umgang mit Großkunden ebenso einbringen wie ihr Wissen um die Bedeutung eines guten Personalmanagements.

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David Gelernter über den Lifestream

1. März 2010, 12.00 Uhr von

David Gelernter hat sich in der FAZ mit einem langen Artikel zu Wort gemeldet: Wie wir mit unserem Leben in Verbindung bleiben.

Sein Thema:

Das Internet der allernächsten Zukunft wird jedem seinen eigenen Lebensstrom geben, der sich von allen anderen unterscheidet, ein Fluss aus all den Informationen, an denen uns gelegen ist. Die Frage ist nur, was wir tun können, um nicht in ihm zu ertrinken.

Was jeder beherzigt, aber kaum einer in den Griff bekommt:

Insgesamt hat das Internet die Quantität und nicht die Qualität der uns zugänglichen Informationen gesteigert.

Allem Wunschdenken zum Trotz:

Das Internet wird nie eine neue Ökonomie hervorbringen, die auf freiwilliger statt auf bezahlter Arbeit beruht;

Über Smartphones:

In den vergangenen Monaten haben neue Geräte wie die von Google und Apple große Aufmerksamkeit erregt. Zweifellos wird gutes Design immer wichtig sein. Worauf es in Zukunft aber ankommt, ist nicht, wie sich neue elektronische Geräte auf aufregende Weise unterscheiden, sondern worin sie sich alle gleich sind.

Alles Twitter, oder was?

Diese Struktur namens Cyberstream oder Lifestream ist besser für das Internet geeignet als die konventionelle Website, weil sie die Information-im-Fluss zeigt, einen Strom von Informationen und nicht einen statischen Pool.

Und dann folgen noch einige Ausführungen über den Lifestream.

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PR-Sprech (1)

25. Februar 2010, 14.54 Uhr von

Die Anschlussgebühr entfällt dauerhaft.

Quelle: MTV Mobile

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Eigene Bilder auf anderen Websites entdecken

23. Februar 2010, 11.04 Uhr von

Google hat die Bilder-Suche verbessert, wenn man diese auf eine Website beschränken möchte.

site:pocketbrain.de zeigt alle Bilder, die auf pocketbrain.de erscheinen, auch wenn sie nicht von pocketbrain.de stammen.

imagesite:pocketbrain.de zeigt alle Bilder an, die von pocketbrain.de stammen, auch wenn sie nicht auf pocketbrain.de angezeigt werden, sondern woanders.

Folglich kann man beide Operatoren kombinieren, um herauszufinden, wer auf seiner Website Bilder einbaut, die sowohl von pocketbrain.de stammen, als auch noch auf unserem Server liegen und somit von unserem Datentraffic abgehen.

imagesite:pocketbrain.de -site:pocketbrain.de

Google spuckt 59 Treffer aus. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass Google 1.900 Bilder von Pocketbrain indiziert hat.

Unter den 59 Treffern sind einige Blogs, die es sich einfach leicht gemacht haben, auch so Datensammler wie yasni.de und netzausfall.de (einmal rechts in die Sidebar schauen). Ein Teil der Bilder ist auch mit Pocketbrain verlinkt.

Was mich am meisten überrascht, ist ein Bild, das 1.000 x 598 Pixel groß ist. In dieser Größe haben wir es auf dem Server gespeichert. Unser Redaktionssystem Typo3 rechnet aber alle Bilder runter. Auf Pocketbrain erscheinen also nur Bilder, die eine maximale Breite von 468 px haben.

InterrotronPocketbrain-Bilder auf anderen Websites

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Wieder mal Google

22. Februar 2010, 15.33 Uhr von

Philipp Schindler, Google-Chef für Nord- und Zentraleuropa, im Gespräch mit Zeit-Online-Chef Wolfgang Blau. Etliche Minuten lang und ohne die schwarz-weiß-malerischen Plattitüden, die man sonst von oder über Google hört.

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Überraschung im Briefkasten

19. Februar 2010, 14.41 Uhr von

Im letzten Herbst bin ich umgezogen, habe aber nur wenigen gesagt, wo ich hingezogen bin. Im Briefkasten lag heute Werbung von der c’t. Inga Kelich, Leiterin des Leserservice, hat geschrieben.

In den letzten ein, zwei Jahren habe ich nach und nach alle meine Print-Abos gekündigt. Ich habe keinen Nachsendeauftrag bei der Post. Mir wurde auch kein Brief vom alten Haus nachgeschickt.

Wer hat denn da meine Adresse verkauft? Und was verdient man damit?

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