Sven Wagenhfer steht als Technikgott hinter Pocketbrain. Er hat 2005 seinen Abschluss als Diplom-Informatiker gemacht und schreibt gerade seine Masterarbeit zum Thema Transparency Tyranny. Neben seinem Studium arbeitete er von Anfang 2001 bis Herbst 2006 auch fr onlinekosten.de als Redakteur und Webentwickler. Neben Pocketbrain ist er als Freelancer fr diverse andere IT-Projekte ttig.
Als Entwickler bin ich es gewohnt, Zeitabschätzungen zu geben. Bewährt hat sich das alte Scotty-Prinzip: Zuerst mal eine viel zu lange Zeit angeben, auf ein realistisches Maß runterhandeln lassen und dann möglichst noch schneller umsetzen. Auch wenn ich in der Küche stehe und für Gäste koche, ist eine realistische Zeiteinschätzung sehr hilfreich. Auf die Minute genau habe ich es aber noch nicht geschafft – ich bin gespannt, ob mir das beim neuen Rezept für Apfelmuffins gelingt.
59 Minuten – Und keine Minuten länger. (Aus: Muffins köstliche kleine Verwandlungskünstler)
Weihnachten habe ich bei meinen Eltern verbracht. In der Provinz, mitten auf dem Dorf. Viel Natur, aber ansonsten nichts dort – badisch Sibirien eben. Wie schön, dass es dann auch noch das Internet gibt, neben der Tageszeitung (der Rhein-Neckar-Zeitung, eine unglaubliche Sammlung von Pressemitteilungen, Kleintierzüchtervereinsberichten und dpa-Kopien) der Zugang zur großen weiten Welt. Nicht nur für uns, sondern anscheinend auch für alle anderen, die Weihnachten daheim verbringen – denn pünktlich zu Heiligabend explodiert irgendetwas bei der Telekom, rien ne va plus.
Wenn man eine Suchfunktion auf der eigenen Seite haben will, gibt es ein paar Möglichkeiten, wie das anzugehen ist. Zum Beispiel Datenbanktabellen durchsuchen, indizierte sind dabei am Besten. Resultat sind direkte Suchergebnisse aus dem eigenen Content, die können gemischt oder in diskreten Blöcken präsentiert werden. Letzteres haben wir damals bei onlinekosten.de so gemacht, und so schlecht kann es nicht gewesen sein, denn die Kollegen dort nutzen das minimal geänderte System immer noch. Sogar der Parameter “iwantmore” ist gleich geblieben, da werden alte Erinnerungen wach. Die zweite Möglichkeit ist die eigene Suchmaschine für den Server ? kann gut sein, kann aber auch ziemlich in die Hose gehen.
Nachdem ich am Anfang meines persönlichen Blog-Booms wirklich viele private Blogs verschlungen habe, hat sich das seit letztem Jahr deutlich reduziert. Die meisten tummeln sich zwar noch in meinem Feedreader, die alten Artikel landen aber automatisch im Trash oder werden einmal monatlich per ?Mark all as read? als nicht mehr wirklich relevant gebrandmarkt. Was ich definitiv nicht vermisse sind Pseudo-Weisheiten irgendwelcher Leute, die mich eigentlich nicht wirklich interessieren. Was ich manchmal vermisse sind Musik-Fundstücke in Form von Videos, vor allem neues, unbekanntes Material. So weit in die Ferne schweifen brauche ich aber gar nicht, wie ich festgestellt habe.
Neues und meiner bescheidenen Meinung nach sehr gutes Material schlummert nur ein paar Büros weiter, beim Kollegen Kleinert und seiner Band Botany Bay. Ein Beispielvideo gibt’s unten, die Songs des letzten Albums entweder gekauft auf CD oder ganz legal als CC-Download. Da können sich (fast) alle der neuen Chartwunder durchaus ne Scheibe von Abschneiden.
Webspace ist, genau wie Fahrausbildung, Personenschutz, Pflege, Masse, Reifenschutz und tausende andere Dinge Vertrauenssache. Vor allem beim Thema (Sicherheits-)Updates kann ein Hoster allerdings nur falsch liegen. Entweder werden Updates zu spät installiert und der böse Hacker klaut die wertvollen Daten. Oder die aktuellsten Pakete landen gleich nach Release auf dem Server und meine Scripte sind futsch, weil irgendeine versteckte Funktion in den Tiefen des PHP-Kosmos plötzlich ein wenig anders reagiert. Selbst-Hand-Anlegen sollte eigentlich einfacher sein ? zumindest wenn es für die eingesetzte Distribution die entsprechenden Updates denn auch gibt.
Huch, so spät schon? Ganze 18 Tage Latenzzeit, zweimal auf die Finger geklopft, fast so langsam wie Quelle. Der Giesecke hat’s aber weitergeworfen, also muss das Musikstöckchen vom Rentrop auf xTown.net auch aufgefangen werden. Anders als der Giesecke bin ich glücklicherweise musikalisch. Auch wenn ich den Satz “spiel ma’ was vonne Beatles” nicht mehr hören kann.
Bin ich zu anspruchsvoll, zu sehr verwöhnt von der digitalen Geschwindigkeit? Klar, von amazon bin ich das auch mit Analog-Produkten gewöhnt: am Freitag vor Weihnachten bestellt, am Montag morgen da. Seitdem ich ?Prime?-Kunde bin geht das auch kostenlos noch schneller. Die haben ihre Logistik im Griff, da läuft was. Anders als bei Quelle, da herrscht die Schneckenpost. Auch bei den E-Mails. Sogar den automatischen.
Komm, Schnecklein, komm zur Quelle (Bild: Mussklprozz, Wikimedia Commons)
Bei uns daheim landen Stöckchen nach der Primärverwertung als Gehhilfe bei Waldspaziergängen im Holzofen. Haben wir bei Netzausfall nicht, das Stöckchen von Jürgen kann sowieso ohne Abnutzungserscheinung auch wieder für den gleichen Zweck verwendet werden. Los geht?s.
Fünf Dinge, die ich habe, aber nicht will?
1. ?Hard Cut? von Dolly Buster
2. Ein PC Games Abo, nachdem es Cypress nicht mehr gibt
3. Schwarze Streifen wegen neuem ATI-Treiber
4. Den entsprechenden Bauch zu Gieseckes Ansatz
5. Schlafmangel
Fünf Dinge, die ich will, aber nicht habe?
1. Ein Haus im Grünen und Büro in der Südstadt
2. 10 Mio Euro auf dem Konto wegen Pocketbrain
3. Ein MacBook mit Linux drauf
4. Einen neuen Mercedes
5. Endlich mal wieder irgendwo am Strand liegen
Fünf Dinge, die ich nicht habe und nicht will?
1. Zigaretten. Bin froh, die Glimmstengel los zu sein.
2. Billigen Fusel
3. Deutsches Fernsehen. Widerlich.
4. Geistigen Stumpfsinn
5. Noch mehr Regale für unnütze Bücher
Endlich. Morgen ist es soweit – der neue Harry Potter wird geliefert werden. Oder soll es zumindest. Ich hoffe ja, dass der Postbote es rechtzeitig hier ins Kaff schafft und nicht erst seine große Runde durch Bonn oder Köln drehen muss, und wie üblich die Pakete erst nachmittags abliefert. Natürlich hätte ich auch schon vorher reinlesen können – aber will man das denn? Ne, nicht wirklich.
Irgendwo da drin isser, der Harry (Bild: aboutpixel.de)
Erwähnt man heutzutage 3D, dann lockt das eigentlich keinen mehr richtig hinter dem OfenMonitor hervor. Abgezockt von frühen 3D-Karten, angeödet von realistischen Blutschlachten in jedem kleinen 3D-Spiel und abgeschreckt von 3D-Titten und Hugo Egon Balder in Tutti-Frutti-Specials in der Kindheit sollte mit eigentlich der 3D-Browser SpaceTime ziemlich schnuppe sein. Aber neu ist halt neu.