Das Internet ist eine Bahnhofsbuchhandlung
28. Mai 2008, 13.05 Uhr von Peter GieseckeAuf Golem.de gibt es ein Interview mit der ARD-Generalsekretärin Verena Wiedemann zu lesen. Letztlich wird dort nur wiedergekäut, was man woanders schon gelesen hat. Und dann diese Aussage, womit Golem auch aufmacht:
Das Internet gehört nicht nur den Verlegern. Es ist ein Verbreitungsweg, der allen gehört, wo Platz für alle ist.
Richtig. Das Internet ist eine unendlich große Bahnhofsbuchhandlung, wo jeder seine Zeitschrift platzieren darf. Dummerweise haben die Leute aber nur drei Euro in der Tasche, wenn sie den Zeitschriftenladen betreten. Und gekauft wird dann meist das, was nahe der Kasse liegt. Muss ja schnell gehen. Und haben wir schon immer so gemacht.
Was im Internet begrenzt ist, ist die Aufmerksamkeit. Die Zeit, die man dort verbringen kann. Und das hat dann auch wieder etwas mit Geld zu tun, das anderen Verlagen fehlt.
Ceterum censeo: Privatisiert ARD und ZDF und gebt die GEZ-Gebühren arte, Phönix, dem Deutschlandfunk und den Onlineangeboten der Bundeszentrale für politische Bildung.
» Weiterlesen (Keine Kommentare)Einmal werden wir noch wach…
21. Juli 2007, 1.45 Uhr von Sven WagenhöferEndlich. Morgen ist es soweit - der neue Harry Potter wird geliefert werden. Oder soll es zumindest. Ich hoffe ja, dass der Postbote es rechtzeitig hier ins Kaff schafft und nicht erst seine große Runde durch Bonn oder Köln drehen muss, und wie üblich die Pakete erst nachmittags abliefert. Natürlich hätte ich auch schon vorher reinlesen können - aber will man das denn? Ne, nicht wirklich.

Irgendwo da drin isser, der Harry (Bild: aboutpixel.de)
Mit dem öffentlichen Recht wird mir öffentlich schlecht
13. Dezember 2006, 12.27 Uhr von Peter GieseckeBei der GEZ im Köln muss der Kalender falsch gehen, denn dort befindet man sich offensichtlich schon in der fünften Jahreszeit. Heute habe ich Post von der GEZ bekommen, sehr witzig. Oder auch nicht. Kölle alaaf!
» Weiterlesen (2 Kommentare)Sehr geehrter Herr Giesecke,
Sie möchten das Fernsehgerät rückwirkend abmelden. Bitte beachten Sie zunächst Folgendes:
Nach § 4 Absatz 2 Rundfunkgebührenstaatsvertrag endet die Rundfunkgebührenpflicht mit Ablauf des Monats
- in dem das Rundfunggerät nicht mehr zum Empfang bereitgehalten
- und die Anmeldung der GEZ oder der zuständigen Landesrundfunkanstalt angezeigt wird.Ihre Mitteilung ist bei uns am 07.12.2006 eingegangen.
Wir haben das Fernsehgerät mit Ablauf des Monats 12.2006 abgemeldet und führen das Teilnehmerkonto zu diesem Zeitpunkt mit einem Radio.
Mit freundlichen Grüßen
GEBÜHRENEINZUGSZENTRALE
ZDF will Eigenproduktionen online stellen
23. Oktober 2006, 14.52 Uhr von Peter GieseckeDas ZDF ist bekanntlich ein Schnarchsender. Tagesthemen (ARD) und Heute Journal (ZDF) sind zweifelsohne gute Nachrichtensendungen, dennoch haben die meisten Leute eine ausgeprägte Vorliebe für eine der beiden. Nicht ohne Grund, den kleinen Unterschied in Themenwahl und Moderation gibt es immer. Ich bin zwar mit Löwenzahn und Derrick groß geworden, aber auch froh, dass ich in den letzten Jahren das ZDF-Programm fast vollständig verpasst habe. Wenn ich an ZDF denke, sehe ich meine Eltern vor dem Fernseher sitzen, die Fernbedienung in der einen Hand, die Hörzu in der anderen, und dann schalten sie doch nicht um. Momentan steht Kerners Kochsendung ganz hoch im Kurs.

Bereits jetzt zeigt das ZDF in seiner Mediathek viel Programm (Screenshot von zdf.de)
Gemischte Gefühle beim neuen Mixed Tape
27. September 2006, 0.13 Uhr von Peter GieseckeGanz böse unter die Räder kommen kann, wer denkt, im Internet ließe es sich leichter besorgen, Musik zum Beispiel. Ganz ruhig bleiben, ich stimme hier nicht das alte Filesharinglied an, denn im Bekanntenkreis eines Mittedreißigjährigen hört man immer wieder: “Die 13 Euro kann ich mir gerade noch leisten. Ich bestelle die CD gleich bei Amazon.” Nicht zu kaufen, gibt es dort allerdings das Mixed Tape von Mercedes-Benz, Kassette Nummer vierzehn ist heute erschienen, zum freien Download.

Mixed Popups: Klicken, warten, klicken, warten
Fernseher abmelden. Jetzt!?
21. August 2006, 12.45 Uhr von Peter GieseckeOkay, ich gebe es zu, ich bin auch einer dieser Hintertürchendurchschreiter. Habe ich im Mai noch groß getönt, den Fernseher abzuschaffen, hatte ich natürlich zwei gute (!) Gründe, mich doch nicht vollständig von meinem Fernseher zu trennen. Erstens war da die WM. Ganz wichtig! Und zweites ist der Mitschnitt von Filmen immer noch eine der wenigen Möglichkeiten, sich ein legales Videoarchiv aufzubauen - ohne die Filme käuflich zu erwerben, versteht sich. Okay, ich gebe es zu, diese Argumentation hat auch ihr Hintertürchen.

“für ‘Geräte-Minderungen’ [benutzen Sie] bitte das Formular unter Abmeldung”
(Screenshot von gez.de)
Kultur-Flatrate mit Stechuhr: Ist doch paradox, oder?
1. Dezember 2005, 19.10 Uhr von Peter GieseckeDer “Vater” des MPEG-Standards, Leonardo Chiariglione hat Golem.de ein Interview gegeben. Als Quintessenz heißt es dort: “Kultur-Flatrate und DRM kein Gegensatz“. Auf den ersten Blick leuchtet mir dies auch ein. Wenn man über eine Kultur-Flatrate Gelder einnimmt, die “Urheberrechtsvergütungen für digitale Kopien pauschal abgelten” sollen, dann muss man auch wissen, wie man diese Gelder gerecht verteilt. Und Stichprobenmessungen reichen dafür wohl wirklich nicht aus. Chiariglione möchte aber deshalb gleich die Stechuhr an den Rechner anschließen.

Wenn ich Musik höre, hat niemand auf die Uhr zu schauen (Bild: stock.xchng)
Sind alle Journalisten Raubkopierer?
22. Oktober 2005, 0.28 Uhr von Sven WagenhöferIm Rahmen einer Berichterstattung muss man schon mal Grenzen überschreiten. Ob das jetzt, wie bei Boulevardblättern üblich, persönliche Grenzen sind oder die der eigenen Faulheit, wenn ein Artikel unbedingt fertig werden muss, hängt schwer vom Themenumfeld ab. Aufpassen sollte man allerdings bei rechtlichen Grenzen - denn die gelten auch und gerade für die Medienmacher.

Aufforderung zur Raubkopie? (Screenshot: netzwelt.de)
MP3-Hörbücher: Wasserzeichen statt DRM
17. Oktober 2005, 13.52 Uhr von Peter GieseckeNa endlich, dieser ganze DRM-Quatsch geht doch gehörig auf die Nerven. Letztens erst habe ich bei Musicload eines der Comet-Alben für zwei Euro runtergeladen. Mein MP3-Player unterstützt allerdings kein DRM, und auch auf dem anderen Rechner gab es Probleme. Geld gespart, aber viel Zeit verloren. Kein guter Tausch. Da werde ich nie wieder kaufen.

Hörbücher ohne Postverschickung: MP3-Dateien mit Wasserzeichen (Screenshot von Libri)
Erst OpenOffice, dann Linux
7. Oktober 2005, 12.31 Uhr von Peter Giesecke“Was nutzt ihr denn statt Photoshop?” Neulich ging es wieder mal darum, wie die Software möglichst legal auf den Rechner kommt. Mit Freeware kommt man ganz schön weit, dem Brenner lag das Brennprogramm bei. Und so weiter. Und das Betriebssystem? Windows habe ich tatsächlich gekauft. “Wieso eigentlich Windows?” Und dann musste ich mir ein weiteres Mal den Vortrag darüber anhören, dass Linux doch besser sei.

Microsoft: Wie lange noch auf dem heimischen Rechner?





