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	<title>netzausfall</title>
	<link>http://www.netzausfall.de</link>
	<description>auffallend ausfällig</description>
	<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 11:46:04 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Das Internet ist eine Bahnhofsbuchhandlung</title>
		<link>http://www.netzausfall.de/2008/05/28/das-internet-ist-eine-bahnhofsbuchhandlung/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 May 2008 11:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Giesecke</dc:creator>
		
	<category>Mattscheibe</category>
	<category>Netzausfälle</category>
	<category>Journaille</category>
	<category>Wem gehört's?</category>
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		<description><![CDATA[Auf Golem.de gibt es ein Interview mit der ARD-Generalsekretärin Verena Wiedemann zu lesen. Letztlich wird dort nur wiedergekäut, was man woanders schon gelesen hat. Und dann diese Aussage, womit Golem auch aufmacht:
Das Internet gehört nicht nur den Verlegern. Es ist ein Verbreitungsweg, der allen gehört, wo Platz für alle ist.
Richtig. Das Internet ist eine unendlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Golem.de gibt es ein <a href="http://www.golem.de/0805/59987.html" target="_blank">Interview mit der ARD-Generalsekretärin Verena Wiedemann</a> zu lesen. Letztlich wird dort nur wiedergekäut, was man woanders schon gelesen hat. Und dann diese Aussage, womit Golem auch aufmacht:</p>
<blockquote><p>Das Internet gehört nicht nur den Verlegern. Es ist ein Verbreitungsweg, der allen gehört, wo Platz für alle ist.</p></blockquote>
<p>Richtig. Das Internet ist eine unendlich große Bahnhofsbuchhandlung, wo jeder seine Zeitschrift platzieren darf. Dummerweise haben die Leute aber nur drei Euro in der Tasche, wenn sie den Zeitschriftenladen betreten. Und gekauft wird dann meist das, was nahe der Kasse liegt. Muss ja schnell gehen. Und haben wir schon immer so gemacht.</p>
<p>Was im Internet begrenzt ist, ist die Aufmerksamkeit. Die Zeit, die man dort verbringen kann. Und das hat dann auch wieder etwas mit Geld zu tun, das anderen Verlagen fehlt.</p>
<p>Ceterum censeo: Privatisiert ARD und ZDF und gebt die GEZ-Gebühren arte, Phönix, dem Deutschlandfunk und den Onlineangeboten der Bundeszentrale für politische Bildung.
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Einmal werden wir noch wach&#8230;</title>
		<link>http://www.netzausfall.de/2007/07/21/einmal-werden-wir-noch-wach/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jul 2007 23:45:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Wagenhöfer</dc:creator>
		
	<category>Aus der Druckerpresse</category>
	<category>Wem gehört's?</category>
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		<description><![CDATA[Endlich. Morgen ist es soweit - der neue Harry Potter wird geliefert werden. Oder soll es zumindest. Ich hoffe ja, dass der Postbote es rechtzeitig hier ins Kaff schafft und nicht erst seine große Runde durch Bonn oder Köln drehen muss, und wie üblich die Pakete erst nachmittags abliefert. Natürlich hätte ich auch schon vorher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich. Morgen ist es soweit - der neue Harry Potter wird geliefert werden. Oder soll es zumindest. Ich hoffe ja, dass der Postbote es rechtzeitig hier ins Kaff schafft und nicht erst seine große Runde durch Bonn oder Köln drehen muss, und wie üblich die Pakete erst nachmittags abliefert. Natürlich hätte ich auch schon vorher <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/92882/" target="_blank">reinlesen können</a> - aber will man das denn? Ne, nicht wirklich.</p>
<p><span class="centeralign"><img id="image774" src="http://www.netzausfall.de/wp-content/uploads/harrypotterpost.jpg" alt="Irgendwo da drin isser, der Harry" /><br />Irgendwo da drin isser, der Harry (Bild: aboutpixel.de)</span></p>
<p><a id="more-775"></a></p>
<p>Ich kann diesen E-Book-Hype nicht wirklich verstehen. Ob ich jetzt ein paar Tage früher erfahre, wer wie wo stirbt, ob Sirius zurückkehrt und was sich hinter den Initialen R.A.B. verbirgt, ist doch eher irrelevant. Bevor ich mich mit irgendwelchen abfotografierten Versionen vor den Rechner sitze, verbringe ich doch lieber den ganzen (freigenommenen) Tag mit dem Buch. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich der einzige bin, der lieber im Buchform-Potter blättert. Beim Essen, auf dem Balkon und abends noch ein bisschen schmökern im Bett. Wenn Schatzi nicht gerade schmusen will - das hat natürlich Vorrang, auch vor Harry.</p>
<p>Genauso geht es mir mit den Filmen, um die die <a href="http://www.golem.de/0707/53520.html" target="_blank">GVU</a> so einen Wirbel verbreitet. Statt Crap-Qualität auf dem hochauflösenden Monitor zu betrachten, waren wir letzten Dienstag für 5,90 im Kinopolis in Bonn - nothing beats the big screen! Kollege Giesecke wurde dank der Filme übrigens auch mit dem Potter-Fieber angesteckt. Nachdem die Durststrecke der ersten beiden überwunden war und Teil drei und vier ihm so richtig gefallen haben, hat er sich sogar auf &#8220;Order of the Phoenix&#8221; gefreut. Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen. </p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> 11 Uhr und 12 Minuten - endlich ist der Postbote da. Cool, das Paket ist genau an das Buch angepasst. Nur so lässt sich wohl die logistische Meisterleistung vollbringen, soviele Potters auszuliefern. Der Mann in Gelb meinte, er wäre wohl bis heute abend beschäftigt, alle Bücher auszuliefern. Ob er selbst Potter liest, habe ich nicht gefragt. Denn ich stürze mich selbst gleich auf den 600-Seiten-Band. Allen anderen, die auch ihren &#8220;Potter&#8221; bekommen haben, wünsche ich viel Spass beim Lesen!</p>
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		<title>Mit dem öffentlichen Recht wird mir öffentlich schlecht</title>
		<link>http://www.netzausfall.de/2006/12/13/mit-dem-oeffentlichen-recht-wird-mir-wird-oeffentlich-schlecht/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Dec 2006 11:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Giesecke</dc:creator>
		
	<category>Mattscheibe</category>
	<category>Unplugged</category>
	<category>Wem gehört's?</category>
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		<description><![CDATA[Bei der GEZ im Köln muss der Kalender falsch gehen, denn dort befindet man sich offensichtlich schon in der fünften Jahreszeit. Heute habe ich Post von der GEZ bekommen, sehr witzig. Oder auch nicht. Kölle alaaf!
Sehr geehrter Herr Giesecke,
Sie möchten das Fernsehgerät rückwirkend abmelden. Bitte beachten Sie zunächst Folgendes:
Nach § 4 Absatz 2 Rundfunkgebührenstaatsvertrag endet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der GEZ im Köln muss der Kalender falsch gehen, denn dort befindet man sich offensichtlich schon in der fünften Jahreszeit. Heute habe ich Post von der GEZ bekommen, sehr witzig. Oder auch nicht. Kölle alaaf!</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Giesecke,</p>
<p>Sie möchten das Fernsehgerät rückwirkend abmelden. Bitte beachten Sie zunächst Folgendes:</p>
<p>Nach § 4 Absatz 2 Rundfunkgebührenstaatsvertrag endet die Rundfunkgebührenpflicht mit Ablauf des Monats</p>
<p>- in dem das Rundfunggerät nicht mehr zum Empfang bereitgehalten<br />
- und die Anmeldung der GEZ oder der zuständigen Landesrundfunkanstalt angezeigt wird.</p>
<p>Ihre Mitteilung ist bei uns am 07.12.2006 eingegangen.</p>
<p>Wir haben das Fernsehgerät mit Ablauf des Monats 12.2006 abgemeldet und führen das Teilnehmerkonto zu diesem Zeitpunkt mit einem Radio.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>GEBÜHRENEINZUGSZENTRALE</p></blockquote>
<p><a id="more-540"></a></p>
<p>Zum Sachverhalt: Im Mai habe ich bereits den Fernseher <a href="http://www.netzausfall.de/2006/05/05/tschuess-fernseher/">in die Abstellkammer verbannt</a>, den DVB-T-Empfänger aber am Rechner gelassen. Im August folgte dann die Entscheidung, dass Computer den Gebührenstatus eines Radios und nicht eines Fernsehehgerätes erhalten, und somit auch mein Entschluss, <a href="http://www.netzausfall.de/2006/08/21/fernseher-abmelden-jetzt/">endlich das Gerät bei der GEZ abzumelden</a>. Korrekt wie ich bin, habe ich natürlich damit gewartet, bis das Gerät verkauft war. Also habe ich der GEZ am 29. November das (amtlich vorgeschriebene?) Abmeldeformular geschickt, am 30. November hätte es dort eintreffen müssen, so weit liegen Köln und Bonn nun auch nicht voneinander entfernt.</p>
<p>Es ist am 7. Dezember eingetroffen, ich frage mich nur wo. Vielleicht hat die GEZ während ihrer einwöchigen Weihnachtsfeier keine Post angenommen. Vielleicht ist mein Schreiben aber auch in irgendeiner Umlaufmappe gelandet, und erst der letzte Sachbearbeiter hat einen Eingangsstempel darauf gedrückt. Oder der Amtsbote hat sich den Knöchel verknackst und brauchte sieben Tage, um das Formular die Treppe raufzutragen. Oder in der GEZ geht der Kalender falsch. Kölle alaaf!</p>
<p>Apropos Amtsbote, über dem Schreiben steht &#8220;GEBÜHRENEINZUGSZENTRALE DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN RUNDFUNKANSTALTEN IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND&#8221;. Das hört sich schon ziemlich hoheitlich an, und der zitierte Paragraph im Text signalisiert ganz klar &#8220;der Bürger hat zu parieren&#8221;. Dennoch ist die GEZ kein Amt, sondern laut Wikipedia &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gez" target="_blank">eine nicht rechtsfähige öffentlich-rechtliche Verwaltungsgemeinschaft</a>&#8220;. Und: &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anstalt_des_%C3%B6ffentlichen_Rechts" target="_blank">Eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) ist eine Institution, die eine bestimmte öffentliche Aufgabe erfüllt, die ihr gesetzlich zugewiesen worden ist.</a>&#8221; Gehört zu dieser öffentlichen Aufgabe nun, meine Post eine Woche liegen zu lassen und bei mir einen zusätzlichen Monat zu kassieren? Als Bürger fühle ich mich da verarscht.</p>
<p>Würde ich in der Pressestelle der GEZ anrufen, würde man es wohl erstens auf die Deutsche Post schieben und zweitens als Einzelfall abtun. Aber ein Einzelfall ist es leider nicht, ich hatte schon des öfteren mit der GEZ zu tun, und dieser Brief bestätigt nur meine Erfahrungen. Was die GEZ dabei völlig übersieht: Sie schaufelt sich ihr eigenes Grab. Leute, die solch negative Erfahrungen gemacht haben, verlieren das Vertrauen in öffentlich-rechtliche, wenn nicht sogar in staatliche Institutionen und werden in ihren Ansichten radikaler. Zumindest meinen Ärger kann man an diesem Blogeintrag ablesen. Wenn zur nächsten Wahl eine Partei antritt, die die GEZ abschaffen will, wäre dies durchaus ein Grund für mich, sie zu wählen.
</p>
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		<title>ZDF will Eigenproduktionen online stellen</title>
		<link>http://www.netzausfall.de/2006/10/23/zdf-will-eigenproduktionen-online-stellen/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Oct 2006 12:52:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Giesecke</dc:creator>
		
	<category>Mattscheibe</category>
	<category>Netzeinfälle</category>
	<category>Wem gehört's?</category>
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		<description><![CDATA[Das ZDF ist bekanntlich ein Schnarchsender. Tagesthemen (ARD) und Heute Journal (ZDF) sind zweifelsohne gute Nachrichtensendungen, dennoch haben die meisten Leute eine ausgeprägte Vorliebe für eine der beiden. Nicht ohne Grund, den kleinen Unterschied in Themenwahl und Moderation gibt es immer. Ich bin zwar mit Löwenzahn und Derrick groß geworden, aber auch froh, dass ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ZDF ist bekanntlich ein Schnarchsender. Tagesthemen (ARD) und Heute Journal (ZDF) sind zweifelsohne gute Nachrichtensendungen, dennoch haben die meisten Leute eine ausgeprägte Vorliebe für eine der beiden. Nicht ohne Grund, den kleinen Unterschied in Themenwahl und Moderation gibt es immer. Ich bin zwar mit Löwenzahn und Derrick groß geworden, aber auch froh, dass ich in den letzten Jahren das ZDF-Programm fast vollständig verpasst habe. Wenn ich an ZDF denke, sehe ich meine Eltern vor dem Fernseher sitzen, die Fernbedienung in der einen Hand, die Hörzu in der anderen, und dann schalten sie doch nicht um. Momentan steht Kerners Kochsendung ganz hoch im Kurs.</p>
<p><span class="centeralign"><img src="http://www.netzausfall.de/wp-content/uploads/zdf_mediathek.jpg" alt="Die Mediathek des ZDF" /><br />Bereits jetzt zeigt das ZDF in seiner Mediathek viel Programm (Screenshot von zdf.de)</span></p>
<p><a id="more-427"></a></p>
<p>Von Zeit zu Zeit gewinnt der (selbstverständlich rein programmbegleitende) Internetauftritt des ZDF einen Preis. Das lese ich irgendwo, folge dem Link und finde gut, was ich da sehe. Sport, Heute oder die <a href="http://www.mediathek.zdf.de" target="_blank">Mediathek</a>. Ein Stammleser bin dich dennoch nicht geworden.</p>
<p>Nun lese ich auf <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/990/88902/" target="_blank">sueddeutsche.de</a> (<a href="http://www.furl.net/members/fabianmohr" target="_blank">gefunden über Fabian Mohr</a>, <a href="http://www.notebook-onlinejournalismus.de/" target="_blank">Notebook | Online Journalismus</a>), dass das ZDF seine Eigenproduktionen auch im Internet zeigen möchte, als weiteres Standbein, junges Publikum abholen. Dort hat man anscheinend kapiert, dass die Zeit des Rundfunks - einer sendet, alle lauschen - vorbei ist. <a href="http://www.netzausfall.de/2005/11/30/in-die-roehre-geschaut-abschied-vom-free-tv/">Fernsehen wird immer mehr zeitversetzt geschaut.</a> Die Beiträge sollen erst einmal in einem Sieben-Tage-Archiv angeboten werden, was immer das auch heißt, wann auch immer dieses Vorhaben umgesetzt wird.</p>
<p>Einem solchen Angebot sind natürlich Grenzen gesetzt, die Urheberrechte Dritter müssen gewahrt bleiben, Filme wird es also nicht in der Mediathek geben, aber für Eigenproduktionen soll &#8220;die Kontrolle die Urheberrechte fürs ZDF-Programm&#8221; teilweise ausgegeben werden. Die BBC hat bereits vorgemacht, wie das geht.</p>
<p>Und wenn auch die täglichen Nachrichten von SpiegelTV auf Spiegel Online durch ihre Kürze und Knackigkeit gegen tagesschau.de und heute.de bestehen können, hat zum Beispiel <a href="http://www.netzausfall.de/2006/10/20/matusseks-videoblogtrip/">Matusseks Videoblog</a> gegen Beiträge aus den TV-Redaktionen keine Schnitte, da liegen Welten zwischen. Ich weiß wirklich nicht mehr, was das ZDF da versendet, aber gegen intelligente und unterhaltsame Kulturbeiträge wie von Aspekte hätte ich online nichts einzuwenden.  Vor allem auch Berichte der eigenen Korrespondenten sind von anderen Internetmedien wohl kaum lieferbar bzw. kopierbar.
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gemischte Gefühle beim neuen Mixed Tape</title>
		<link>http://www.netzausfall.de/2006/09/27/gemischte-gefuehle-beim-neuen-mixed-tape/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Sep 2006 22:13:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Giesecke</dc:creator>
		
	<category>PRopaganda</category>
	<category>Netzausfälle</category>
	<category>Wem gehört's?</category>
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		<description><![CDATA[Ganz böse unter die Räder kommen kann, wer denkt, im Internet ließe es sich leichter besorgen, Musik zum Beispiel. Ganz ruhig bleiben, ich stimme hier nicht das alte Filesharinglied an, denn im Bekanntenkreis eines Mittedreißigjährigen hört man immer wieder: &#8220;Die 13 Euro kann ich mir gerade noch leisten. Ich bestelle die CD gleich bei Amazon.&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz böse unter die Räder kommen kann, wer denkt, im Internet ließe es sich leichter besorgen, Musik zum Beispiel. Ganz ruhig bleiben, ich stimme hier nicht das alte Filesharinglied an, denn im Bekanntenkreis eines Mittedreißigjährigen hört man immer wieder: &#8220;Die 13 Euro kann ich mir gerade noch leisten. Ich bestelle die CD gleich bei Amazon.&#8221; Nicht zu kaufen, gibt es dort allerdings <a href="http://www.mixed-tape.com/" target="_blank">das Mixed Tape von Mercedes-Benz</a>, Kassette Nummer vierzehn ist heute erschienen, zum freien Download.</p>
<p><span class="centeralign"><img src='http://www.netzausfall.de/wp-content/mercedes_benz.jpg' alt='Mercedes-Benz-Website mit Popups' /><br />Mixed Popups: Klicken, warten, klicken, warten</span></p>
<p><a id="more-385"></a></p>
<p>&#8220;Unsere Redaktion sucht ständig nach aufregender neuer Musik zum Streamen, Hören, Herunterladen, Brennen und Verschenken. Und das mit bestem Wissen und Gewissen - Mixed Tape enthält ausnahmslos legale, kostenlose Downloads zur unbegrenzten privaten Vervielfältigung und Nutzung, damit Ihr Mixed Tape überall einsatzbereit ist.&#8221; Mercedes-Benz über Mixed Tape.</p>
<p>Der weite Weg zur &#8220;unbegrenzten Vervielfältigung&#8221; führt allerdings nicht an der ersten Kopie auf meinem Rechner vorbei, also habe ich meine Bookmarksammlung konsultiert, den Link angeklickt und bin bei &#8220;Products &#038; services worldwide&#8221; und bei &#8220;The Mercedes-Benz brand world&#8221; herausgekommen, tückisches Wurmloch. Meine Bookmarksammlung berichtet mir von einem Deeplink, den ich mir irgendwo mal aus dem Browser kopiert habe, er schien einem gelangweilten Webentwickler wohl nicht mehr gefallen zu haben.</p>
<p>Google hat mir dann eine schön kurze URL geschenkt, mir dummen User. Ein solches Urteil darf sich übrigens nur der dummer User selbst erlauben, vom gelangweilten Webentwickler möchte ich so etwas nicht hören, anderfalls wird mir beim Anblick von Mercedes-Benz-Sternen in Zukunft wieder ganz anders. Deshalb machen die das doch, oder? Damit mir nicht immer so anders wird. Nicht übel gedacht vom Autohersteller.</p>
<p>Google leitet mich dann zwar auch auf die Products-&#038;-services-&#8203;worldwide-The-Mercedes-Benz-brand-world-Seite, nur dass zusätzlich ein Popup aufgeht. Na, geht doch! Nee, geht gar nicht. Warum konnte sich der gelangweilte Webentwickler statt der URL-Schiebung nicht überlegen, wie das ohne Popups geht? Davon sind mittlerweile zwei auf meinem Desktop, den zweiten musste ich erst ausdrücklich erlauben, denn die sind bei mir eigentlich verboten, aus gutem Grund.</p>
<p><span class="centeralign"><img src='http://www.netzausfall.de/wp-content/mercedes_benz_time_limit.png' alt='Screenshot von Mercedes-Benz-Fehlermeldung' /><br />Download unter schlechtem Stern</span></p>
<p>Und dann startet der Download nicht. &#8220;Time Limit Exceeded&#8221;. Zu viele User saugen. Schon mal an Filesharing gedacht? Damit würde sich das Mixed Tape schneller vervielfältigen lassen, zumindest etwas unbegrenzter, gefühlterweise. Etliche Versuche später klappt es dann doch. Das nächste Mixed Tape wird erst in einem Vierteljahr veröffentlicht. Bis dahin sind die Erinnerungen an diesen Abend verraucht, und die ganzen Sterne, die ich heute zu Gesicht bekam, hat das Gedächtnis dann ebenfalls geknickt.</p>
<p>Das neue Mixed Tape gefällt mir gut, ich höre es gerade nebenbei, aber irgendwie ist es doch etwas anderes als die richtigen Tapes, die die Kassettenmädchen heimlich in meinen Briefkasten warfen (<a href="http://www.netzausfall.de/2005/07/28/per-podcasting-ins-radio-wunderland/">oder beim romantischen Treffen auf der Wiese hinter der Schnellstraße feierlich überreichten</a>). Damals. Aufgenommen von Langspielplatten, die im örtlichen Plattenladen unter dem Aufwand von viel Zeit entdeckt werden mussten. Deren Zeit, nicht meine, mir war das nie so wichtig, ich hörte jeden Scheiß, heute noch.
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fernseher abmelden. Jetzt!?</title>
		<link>http://www.netzausfall.de/2006/08/21/fernseher-abmelden-jetzt/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Aug 2006 10:45:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Giesecke</dc:creator>
		
	<category>Mattscheibe</category>
	<category>Unplugged</category>
	<category>Wem gehört's?</category>
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		<description><![CDATA[Okay, ich gebe es zu, ich bin auch einer dieser Hintertürchendurchschreiter. Habe ich im Mai noch groß getönt, den Fernseher abzuschaffen, hatte ich natürlich zwei gute (!) Gründe, mich doch nicht vollständig von meinem Fernseher zu trennen. Erstens war da die WM. Ganz wichtig! Und zweites ist der Mitschnitt von Filmen immer noch eine der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Okay, ich gebe es zu, ich bin auch einer dieser Hintertürchendurchschreiter. Habe ich im Mai noch groß getönt, <a href="http://www.netzausfall.de/2006/05/05/tschuess-fernseher/">den Fernseher abzuschaffen</a>, hatte ich natürlich zwei gute (!) Gründe, mich doch nicht vollständig von meinem Fernseher zu trennen. Erstens war da die WM. Ganz wichtig! Und zweites ist der Mitschnitt von Filmen immer noch eine der wenigen Möglichkeiten, sich ein legales Videoarchiv aufzubauen - ohne die Filme käuflich zu erwerben, versteht sich. Okay, ich gebe es zu, diese Argumentation hat auch ihr Hintertürchen.</p>
<p><span class="centeralign"><img src='http://www.netzausfall.de/wp-content/gez_ummeldung.jpg' alt='Screenshot von gez.de' /><br />&#8220;für &#8216;Geräte-Minderungen&#8217; [benutzen Sie] bitte das Formular unter Abmeldung&#8221;<br />
(Screenshot von gez.de)</span></p>
<p><a id="more-366"></a></p>
<p>Der dritte Grund war natürlich die drohende GEZ-Gebühr für Computer mit Internetanschluss. Respektive meine Faulheit, den Fernseher nach der WM im Sommer ab- und als PC im neuen Jahr wieder anzumelden. Im Tech-Feuilleton wurde ja immer spitzfindig argumentiert, dass davon eh nur Firmen betroffen seien. Es mag auch stimmen, dass die Mehreinnahmen aus dieser Quelle geschöpft werden sollten, dennoch bin auch ich einer der Betroffenen. Für 11,51 Euro im Monat kann ich eine Menge Döner essen gehen. Oder mir vier DVDs in der Videothek ausleihen.</p>
<p>Meine Notlösung sieht momentan so aus: Der Fernseher steht in der Rumpelkammer und wartet darauf, bei eBay verkauft zu werden. Der alte DVB-T-Empfänger hängt an meinem Rechner und blockiert einen USB-Port. Seit der WM habe ich vielleicht zweimal geschaut. Was ich nicht gedacht hätte, Harald Schmidt ist aus meiner Welt verschwunden, und ich vermisse ihn nicht. Trinkt er eigentlich immer noch Nescafé? Filme habe ich auch noch nicht aufgenommen.</p>
<p><a href="http://www.golem.de/0608/47259.html" target="_blank">Nun berichtet Golem</a>, dass ab 2007 auf Computer doch nur die GEZ-Gebühr für Radios erhoben werden soll. 5,52 Euro pro Monat. Spiegel Online präzisiert: &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,432620,00.html" target="_blank">Gebührenpflichtig werden generell nur PCs in Haushalten und Betrieben, die nicht über ein angemeldetes Rundfunkgerät verfügen.</a>&#8221; Solche Haushalte gibt es wohl gar nicht mehr, zumindest über ein Radio verfügt wohl jeder - zumindest jeder, der auch einen Rechner mit Internetanschluss sein eigen nennt.</p>
<p>Was nun? Habe ich den richtigen Zeitpunkt für den Absprung verpasst? Direkt nach der WM? Im Sommer abmelden und im neuen Jahr wieder anmelden, war mir zu blöd. Also habe ich brav weiter bezahlt. Eigentlich müsste ich so konsequent sein, die Geräte zu verkaufen und mich bei der GEZ als Nur-Radiohörer umzumelden, was ich auch jahrelang schon war. Jetzt!
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kultur-Flatrate mit Stechuhr: Ist doch paradox, oder?</title>
		<link>http://www.netzausfall.de/2005/12/01/kultur-flatrate-mit-stechuhr-ist-doch-paradox-oder/</link>
		<comments>http://www.netzausfall.de/2005/12/01/kultur-flatrate-mit-stechuhr-ist-doch-paradox-oder/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2005 18:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Giesecke</dc:creator>
		
	<category>Wem gehört's?</category>
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		<description><![CDATA[Der &#8220;Vater&#8221; des MPEG-Standards, Leonardo Chiariglione hat Golem.de ein Interview gegeben. Als Quintessenz heißt es dort: &#8220;Kultur-Flatrate und DRM kein Gegensatz&#8220;. Auf den ersten Blick leuchtet mir dies auch ein. Wenn man über eine Kultur-Flatrate Gelder einnimmt, die &#8220;Urheberrechtsvergütungen für digitale Kopien pauschal abgelten&#8221; sollen, dann muss man auch wissen, wie man diese Gelder gerecht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der &#8220;Vater&#8221; des MPEG-Standards, Leonardo Chiariglione hat Golem.de ein Interview gegeben. Als Quintessenz heißt es dort: &#8220;<a href="http://www.golem.de/0512/41962.html" target="_blank">Kultur-Flatrate und DRM kein Gegensatz</a>&#8220;. Auf den ersten Blick leuchtet mir dies auch ein. Wenn man über eine Kultur-Flatrate Gelder einnimmt, die &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturflatrate" target="_blank">Urheberrechtsvergütungen für digitale Kopien pauschal abgelten</a>&#8221; sollen, dann muss man auch wissen, wie man diese Gelder gerecht verteilt. Und Stichprobenmessungen reichen dafür wohl wirklich nicht aus. Chiariglione möchte aber deshalb gleich die Stechuhr an den Rechner anschließen.</p>
<p><span class="centeralign"><img src='http://www.netzausfall.de/wp-content/uhr.jpg' alt='Uhr' /><br />Wenn ich Musik höre, hat niemand auf die Uhr zu schauen (Bild: stock.xchng)</span></p>
<p><a id="more-240"></a></p>
<p>Gemeint ist natürlich das Digital Rights Management (DRM), das eigentlich dazu da ist, das Abspielen von Musik oder Filmen zu unterbinden, wenn man die Rechte nicht hat. Mit einer Kultur-Flatrate jedoch dürfte man alles abspielen, das DRM misst nur mit, was man gerade verkonsumiert. Damit die Künstler auch ihr Geld bekommen. Schön für den Künstler, weniger schön für mich. Denn meine Privatspähre geht dabei den Bach runter. Jedesmal, wenn ich auf Play drückte, würde dies registriert werden.</p>
<blockquote><p>Weil man sichere, geprüfte Geräte braucht, um zu messen, welche Inhalte genutzt werden. Im Konzept von Terry Fisher etwa soll ganz genau gemessen werden, welche Inhalte genutzt werden. Das geht nur mit sicheren, geprüften Geräten, also DRM. Nur, wenn ich mich auf die Daten verlassen kann, wenn sicher gestellt ist, dass sie nicht manipuliert werden können, werden wir aussagekräftige Zahlen bekommen.<br /><small>Chiariglione im Interview mit Golem.de</small></p></blockquote>
<p>Was im Interview allerdings nicht ausgesprochen wird: Die Daten müssen natürlich auch einer zentralen Stelle überspielt werden. Wird dann etwa der MP3-Player mit Internetanschluss Pflicht? Wohl kaum. - Nun ja, die Kultur-Flatrate soll ja auch an den DSL-Anschluss gebunden sein.</p>
<p>Eigentlich will man mit der Kultur-Flatrate doch an die Tauschbörsen-Nutzer ran. Nur die werden sich wohl kaum DRM-Musik ziehen oder diese über einen DRM-Player abspielen. Das System würde nicht gerechter, es wäre nur eine Methode mehr Geld in die Kassen der Musik- und Filmindustrie zu spülen. Und Vati zahlt doppelt: Weil er sich für Sohnemann einen Highspeed-DSL-Anschluss leistet und dann auch noch brav bei musicload.de einkauft. Sohnemann hört aber weiterhin MP3s, und seine Lieblingsband geht leer aus. Ätsch.
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Sind alle Journalisten Raubkopierer?</title>
		<link>http://www.netzausfall.de/2005/10/22/sind-alle-journalisten-raubkopierer/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2005 22:28:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Wagenhöfer</dc:creator>
		
	<category>Journaille</category>
	<category>Wem gehört's?</category>
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		<description><![CDATA[Im Rahmen einer Berichterstattung muss man schon mal Grenzen überschreiten. Ob das jetzt, wie bei Boulevardblättern üblich, persönliche Grenzen sind oder die der eigenen Faulheit, wenn ein Artikel unbedingt fertig werden muss, hängt schwer vom Themenumfeld ab. Aufpassen sollte man allerdings bei rechtlichen Grenzen - denn die gelten auch und gerade für die Medienmacher.
Aufforderung zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen einer Berichterstattung muss man schon mal Grenzen überschreiten. Ob das jetzt, wie bei Boulevardblättern üblich, persönliche Grenzen sind oder die der eigenen Faulheit, wenn ein Artikel unbedingt fertig werden muss, hängt schwer vom Themenumfeld ab. Aufpassen sollte man allerdings bei rechtlichen Grenzen - denn die gelten auch und gerade für die Medienmacher.</p>
<div class="centeralign"><img src="http://www.netzausfall.de/wp-content/netzwelttigerraubkopie.gif" width="480" height="127" alt="Aufforderung zur Raubkopie?" title="Aufforderung zur Raubkopie?" /><br />Aufforderung zur Raubkopie? (Screenshot: netzwelt.de)</div>
<p><a id="more-202"></a></p>
<p>Mir persönlich wurde von drei Chefredakteuren immer eingeschärft, bloß keine Rechtsberatung zu geben. Weder in einem Artikel noch in der Leserpost - denn dafür gibt es ja schließlich Anwälte. Die wissen genau, wovon sie reden - oder sollten es zumindest. Und den Anwalt des Vertrauens sollte Kollege Schreiberling auch konsultieren, wenn er sich an &#8220;heiße&#8221; Themen wagt - Raubkopieren und der Verweis auf entsprechende Seiten sind da ein gutes <a href="http://www.netzausfall.de/2005/07/28/das-presserecht-verliert-nicht-das-internet/">Beispiel</a>.</p>
<p>Dass man den Benutzer nicht direkt auffordern sollte, Tauschbörsen und ähnliche schwarz-gräuliche Internetbereiche zu nutzen, sollte jedem Mitglied der (technischen) Schreibzunft klar sein. Was aber, wenn man im Rahmen der Berichterstattung mal eben auf illegale Software zurückgreift - und dem Leser auch noch erklärt, dass er dies selbst tun <del>muss</del> kann? Irgendwie eine Zwickmühle - sowohl für die Rechtssprecher als auch für den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ViSdP" target="_blank">ViSdP</a>.</p>
<p>Ein schönes Beispiel ist ein Artikel von Christian Rentrop bei der netzwelt, in dem er ein <a href="http://www.netzwelt.de/news/72630_1-tutorial-der-intelmac-im-eigenbau.html" target="_blank">Tutorial</a> zum Eigenbau eines Apple-PCs gibt. Die ersten beiden Seiten füllt er mit Informationen, welche Ex-Intel-Hardwarekomponenten für ein Mac-OS-X-System mit x86-Prozessor geeignet sind. </p>
<p>Aber natürlich klar: &#8220;Das gepatchte DVD-Image &#8220;Tiger for x86&#8243; gibt es in den einschlägigen Tauschbörsen&#8221; - eine Quelle, die nach den <a href="http://www.netzwelt.de/gallery/intelmac/pict2589.jpg.html" target="_blank">Screenshots</a> zu urteilen auch Rentrop angezapft hat. Auch wenn es eine &#8220;inoffizielle&#8221; und &#8220;nicht legale&#8221; Version von OS-X ist, wie er selbst feststellt. Dennoch gibt es seiner Meinung nach natürlich Gründe, einen &#8220;echten&#8221; Apple zu kaufen: Garantie, Unterstützung und Design. Der Preis spricht natürlich für den Selbstfrickel-Mac - so der Kollege in seinem Fazit. Und die Legalität - die kümmert niemanden?</p>
<p>Ist das ganze jetzt eine normale Berichterstattung, für die auch das illegale Downloaden eines gepatchten Betriebssystems statthaft war? Oder regt der Artikel vielmehr User, die es mit dem Gesetz nicht so genau nehmen, dazu ein, eben mal eine Raubkopie zu ziehen? Darüber kann und darf (siehe oben) ich nicht urteilen. Als Chefredakteur hätte ich den Artikel aber sicherheitshalber nicht veröffentlicht - selbst als einer eines so Tauschbörsen-affinen Magazins wie der netzwelt. Denn auch Apple hat bestimmt gute Anwälte. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>MP3-Hörbücher: Wasserzeichen statt DRM</title>
		<link>http://www.netzausfall.de/2005/10/17/mp3-horbucher-wasserzeichen-statt-drm/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2005 11:52:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Giesecke</dc:creator>
		
	<category>Wem gehört's?</category>
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		<description><![CDATA[Na endlich, dieser ganze DRM-Quatsch geht doch gehörig auf die Nerven. Letztens erst habe ich bei Musicload eines der Comet-Alben für zwei Euro runtergeladen. Mein MP3-Player unterstützt allerdings kein DRM, und auch auf dem anderen Rechner gab es Probleme. Geld gespart, aber viel Zeit verloren. Kein guter Tausch. Da werde ich nie wieder kaufen.
Hörbücher ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Na endlich, dieser ganze DRM-Quatsch geht doch gehörig auf die Nerven. Letztens erst habe ich bei Musicload eines der Comet-Alben für zwei Euro runtergeladen. Mein MP3-Player unterstützt allerdings kein DRM, und auch auf dem anderen Rechner gab es Probleme. Geld gespart, aber viel Zeit verloren. Kein guter Tausch. Da werde ich nie wieder kaufen.</p>
<div class="centeralign"><img src="http://www.netzausfall.de/wp-content/libri.gif" alt="Libri" title="Libri" /><br />Hörbücher ohne Postverschickung: MP3-Dateien mit Wasserzeichen (Screenshot von Libri)</div>
<p><a id="more-196"></a></p>
<p>Aber es gibt auch andere Konzepte, um das Durchsickern von MP3-Dateien in die Tauschbörsen hinein zu unterbinden: Wasserzeichen. Kein absoluter Schutz, taucht aber ein urhebergeschütztes Werk im Bittorent auf, weiß man zumindest, wer es gekauft hat. Mein Vorteil: Ich kann es, so oft ich will, innerhalb meiner vier Wände kopieren; alle Rechner im Haus, alle MP3-Player der Familie und auch noch das Auto damit bestücken. </p>
<p><a href="http://www.libri.de" target="_blank">Libri</a> bringt nun zur Buchmesse Hörbücher mit Wasserzeichen heraus (via <a href="http://www.golem.de/0510/41049.html" target="_blank">Golem.de</a>). Und dies ist dann auch der Unterschied zu <a href="http://www.audible.de" target="_blank">audible.de</a>. Dort gibt es ebenfalls Hörbücher. Das Angebot ist zwar noch mau, aber der eine oder andere Schmöker lässt sich für das Paar Ohren schon finden. Wenn da nicht wieder der Kopierschutz wäre. Siehe oben. Hoffentlich ist nun das Angebot von Libri gut, 500 Titel sollen es beim Start sein.</p>
<p>Was passiert aber, wenn der Sohnemann die heimische Hörbuchsammlung bedenkenlos den Freunden kopiert? Gewievte Väter kommen jetzt vielleicht auf die Idee, Vertragstexte mit expliziten Nutzungsbedingungen aufzusetzen, die von jedem unterzeichnet werden müssen, der sich ein Hörbuch ausleiht. Auch nicht praktisch. Je mehr Freiheit in den eigenen Wänden man durch Wasserzeichen-MP3s erreicht, ein desto höheres Risiko geht man ein, belangt zu werden, wenn die Datei erst einmal die heimischen Wände verlassen und den Weg in die unendlichen Weiten des Internets gefunden hat. Da wird dann jeder Käufer einer Wasserzeichen-MP3 zum personifizierten DRM in eigener Sache. Human Rights Management sozusagen.
</p>
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		</item>
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		<title>Erst OpenOffice, dann Linux</title>
		<link>http://www.netzausfall.de/2005/10/07/erst-openoffice-dann-linux/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2005 10:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Giesecke</dc:creator>
		
	<category>Wem gehört's?</category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Was nutzt ihr denn statt Photoshop?&#8221; Neulich ging es wieder mal darum, wie die Software möglichst legal auf den Rechner kommt. Mit Freeware kommt man ganz schön weit, dem Brenner lag das Brennprogramm bei. Und so weiter. Und das Betriebssystem? Windows habe ich tatsächlich gekauft. &#8220;Wieso eigentlich Windows?&#8221; Und dann musste ich mir ein weiteres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Was nutzt ihr denn statt Photoshop?&#8221; Neulich ging es wieder mal darum, wie die Software möglichst legal auf den Rechner kommt. Mit Freeware kommt man ganz schön weit, dem Brenner lag das Brennprogramm bei. Und so weiter. Und das Betriebssystem? Windows habe ich tatsächlich gekauft. &#8220;Wieso eigentlich Windows?&#8221; Und dann musste ich mir ein weiteres Mal den Vortrag darüber anhören, dass Linux doch besser sei.</p>
<div class="centeralign"><img src="http://www.netzausfall.de/wp-content/microsoft.gif" alt="Microsoft-Logo" title="Microsoft-Logo" /><br />Microsoft: Wie lange noch auf dem heimischen Rechner?</div>
<p><a id="more-189"></a></p>
<p>Eben gerade auf Golem gefunden: <a href="http://www.golem.de/0510/40868.html" target="_blank">Microsoft &#8220;muss OpenDocument unterstützen&#8221;</a>. Zitat vom IT-Analysten James Governor. Die These: Wenn große Behörden künftig auf OpenDocument setzen, muss Microsoft nachziehen und in seinem Office-Paket dieses Format ebenfalls unterstützen. Zur Erinnerung: .doc ist ein proprietäres Microsoft-Format. </p>
<p>Hier ist die Alternative allerdings greifbar nahe: OpenOffice kann beides. Der Privatanwender steht deshalb gar nicht vor der Wahl, welches Office-Paket er nehmen soll. Er scheut eh die Kosten. Siehe oben. Und das Programm läuft mit Windows genauso wie mit Linux.</p>
<p>Vergessen wir einfach mal das ganze Für und Wider von Linux und OpenDocument. &#8220;Linux ist besser als Windows&#8221; ist dem User egal, solange er die Mühen des Umstiegs scheut. Die meisten privaten User gehen jedoch tagsüber arbeiten und lernen dort die Microsoft-Alternativen im Einsatz kennen. Und plötzlich fällt die Umrüstung des heimischen Rechners ganz leicht. Wenn Microsoft seine Vormachtstellung in den Behörden und Unternehmen verliert, wird es bald einige Rechner mehr mit Linux geben.
</p>
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