18. Januar 2012, 13.47 Uhr von
Peter Giesecke - Keine Kommentare
Bada-Anwendungen werden auch auf Smartphones mit Tizen laufen, verschmelzen werden beide Systeme aber nicht. Nokia muss sich fragen, ob man nicht Samsung statt Microsoft als Partner hätte wählen müssen.
Neu erfinden muss sich nur derjenige, der keinen Erfolg hat, der Erfolgreiche braucht bloß seinen Weg fortzusetzen. Warum also setzt Samsung weiterhin auf sein hauseigenes Betriebssystem Bada? Warum engagiert sich Samsung beim MeeGo-Nachfolger Tizen? Das erste Software Developer Kit (SDK) für Tizen, das in der letzten Woche veröffentlicht wurde, legt nahe, dass sich Bada und Tizen annähern. Tae-Jin Kang, Samsungs Senior Vice President Contents Planning Team, bestätigte dies gegenüber Forbes. Von einem Verschmelzen, wie viele Medien berichtet haben, würde ich aber nicht sprechen.

Es wird eine gemeinsame Basis von Bada und Tizen geben mit den gleichen Entwicklerwerkzeugen (SDK) und Schnittstellen (API). Bada-Apps sollen auf Tizen laufen, nicht nur neue für Bada 3.0 auch alte. Damit würde Tizen von Beginn an mit vielen Anwendungen ausgestattet sein, denn auch MeeGo-Anwendungen sollen auf Tizen laufen.
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13. Januar 2012, 15.12 Uhr von
Peter Giesecke - Keine Kommentare
Das neue Android-Smartphone ist wieder ganz auf Sony und seine Entertainment-Plattform ausgerichtet. Das Sony Xperia S setzt auch wie gewohnt ein paar Designakzente. Zum Kultstatus reicht das aber noch lange nicht.
Eine Ära geht zu Ende. Sony Ericsson hat zur CES 2012 die ersten Smartphones vorgestellt, die nur noch den Namen Sony tragen. Das neue Flagschiff Sony Xperia S wirkt wieder anders. Bei Samsung, HTC und Motorola ist Android runder, technischer, googeliger. Das Xperia S könnte auch die Fernbedienung eines Sonygerätes sein. Der neue Schriftzug oberhalb des Lautsprechers wirkt daher stimmig, wenn nicht sogar erfrischend.

Ich bin ein Kind der Achtziger. Walkman und später der Discman hatten von Sony zu sein. Sogar die Wahl des Kopfhörers war eine Statusfrage. Die beiden Stöpsel an Bändern gingen gerne bei der Klassenfahrt kaputt und man fand sich dann im Kaufhof vor dem Regal wieder ? nach dem Original von Sony suchend. Das war Sony auch: das Original. Apple mit seiner ikonischen iPod-Werbung ? eine schwarze Silhouette vor farbigem Hintergrund, in der Hand ein weißer iPod ? bezog sich lediglich darauf. Mit den weißen Kopfhörern wollte Apple sich absetzen.
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12. Januar 2012, 18.05 Uhr von
Peter Giesecke - Keine Kommentare
In den neuen Bluetarifen sind Flatrates und Inklusivleistungen gestaffelt ? ähnlich wie bei Telekom und Vodafone. Die O2-Tarife sind jedoch günstiger.
Während gerade alles zur CES 2012 nach Amerika blickt, kündigt der deutsche Mobilfunknetzbetreiber O2 neue Tarife an. Nicht unbedingt die beste PR-Strategie, aber durchaus üblich. Erst ab 17. Januar gelten die neuen Tarife, und O2 will sich damit auch gar nicht verstecken. Kreativ sind sie nicht, aber günstiger als vergleichbare Tarife bei Telekom und Vodafone. Bei den Bluetarifen handelt es sich um gestaffelte Flatrates.

Der Preisnachlass entspricht dem aktuellen Ausbaustand des Netzes. In großen Städten ist dieses gerade überlastet, vor allem bei Datenverbindungen. Auf dem Land ist das O2-Netz nicht so gut ausgebaut. Mal surft man nur über EDGE statt über HSPA, mal gibt es nur einen Masten im Ort, was bei einem Ausfall tragischer ist, als wenn T-Mobile und Vodafone zwei Masten stehen haben. Schon selbst mehrfach erlebt.
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11. Januar 2012, 14.48 Uhr von
Peter Giesecke - Keine Kommentare
Mit dem SDK wurden auch erste Screenshots von Tizen veröffentlich. Die Oberfläche wirkt wie ein Mix aus verschiedenen mobilen Betriebssystemem ? ohne eigene Note.
Das Nokia N9 ist das erste und das letzte Smartphone mit dem mobilen Betriebssystem, dennoch ist MeeGo nicht tot. Es lebt als Tizen weiter, das nun nicht mehr von Intel und Nokia getragen wird, sondern von Intel und Samsung. Gerade wurde das erste Software Developer Kit (SDK) veröffentlicht und damit auch erste Screenshots. Erste Geräte mit Tizen sollen im zweiten Quartal 2012 erscheinen, also zwischen April und Juni.

Der neue Ansatz war notwendig geworden, da man sich von Nokias Qt verabschieden wollte. Stattdessen kommt EFL zum Einsatz, das Samsung bereits für Bada nutzt. Anwendungen sollen nun in HMTL5 entwickelt werden, offene Standards die Entwicklung von Apps erleichtern. Was hier als Stärke gesehen wird, wurde von Nokia allerdings als Schwäche gewertet. Nur im Verbund mit Microsoft sah man dort die Chance, sich als drittes Ökosystem hinter Apple iOS und Google Android zu etablieren.
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10. Januar 2012, 12.11 Uhr von
Peter Giesecke - Keine Kommentare
Mit einem 4,3-Zoll-Display ist das Nokia Lumia 900 lediglich größer als das Lumia 800, der Rest unterscheidet sich kaum. Vorerst wurde es aber bloß für die USA angekündigt.
Zur CES 2012 hat Nokia ein neues Windows Phone vorgestellt: das Nokia Lumia 900. Es ist einiges größer als das Lumia 800, unterscheidet sich ansonsten bloß im Detail. Für die Käufer kann der Unterschied zwischen einem Display mit 3,7 Zoll und 4,3 Zoll aber durchaus entscheidend sein.

Das Lumia 900 wird vorerst nur in den USA erscheinen und die dort verbreitete Funktechnik LTE unterstützen. Es ist aber denkbar, dass Nokia zum Mobile World Congress im Februar auch ein europäisches Modell mit abweichender Nummer vorstellt.
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6. Januar 2012, 15.24 Uhr von
Peter Giesecke - Keine Kommentare
Mit 1,8 kg und 6 Stunden Akkulaufzeit wird das ThinkPad T430u ein normaler Vertreter von Lenovos T4xx-Serie ? trotz Chicklet-Tastatur und Aludeckel.
Im Vorfeld der CES 2012 hat Lenovo ein neues Ultrabook angekündigt. Als ThinkPad T430u erscheint es in der T4xx-Serie, die vor allem bei Geschäftskunden und anderen Heavy-Usern beliebt ist. Das Ultrabook wird einen 14 Zoll großen Bildschirm haben, einen aktuellen Intel-Prozessor, eine Intel-Grafik, die durch eine 3D-Grafik von Nvidia ergänzt werden kann, sowie eine SSD oder eine Festplatte, die bis zu 1 Terrybyte fassen darf.

Das ThinkPad T430u wird sich von anderen Lenovo-Ultrabooks wie dem IdeaPad U300s unterscheiden. Es ermöglicht die Fernwartung durch die IT-Abteilung eines Unternehmens und ist auch mit der Lenovo-typischen matten Oberfläche ausgestattet; der Deckel soll außen allerdings aus Aluminium sein. Auch die Tastatur im Island-, Chicklet- oder Macbook-Stil erinnert an die Consumer-Reihe und ist nicht typisch für Lenovos T4xx-Reihe. Dadurch fallen zum Beispiel die Mediatasten mit den Funktionstasten zusammen, was bei manchem Griff einen Finger mehr erfordert. Die Tasten Einfg, Entf, Pos1 und Ende lassen sich nicht mehr so leicht blind finden.
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3. Januar 2012, 14.31 Uhr von
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Die Süddeutsche Zeitung hat ihren Onlineauftritt verändert. Oben sieht es mehr nach Zeitung aus, unten mehr nach Spiegel Online. Viel getan hat sich aber nicht.
Zum Jahreswechsel wurde der Onlineauftritt der Süddeutschen Zeitung einem Facelift unterzogen. Von einem Relaunch sollte man nicht sprechen, dafür hat sich zu wenig getan. Auf den ersten Blick fällt auf, dass auch die Online-SZ näher an das Erscheinungsbild der Zeitung gerückt ist. Einen ähnlichen Schritt war im Herbst bereits die FAZ gegangen. Der Header hat nun wie die ganze Seite einen weißen Hintergrund.

Umso wichtiger wäre die Navigation als teilendes Element gewesen, doch auch hier hat die Süddeutsche die Farbe herausgenommen. Die Hauptnavigation erscheint jetzt mit weniger Kontrast und fällt hinter Seitentitel und Überschrift der Hauptmeldung zurück. Das mag auf den ersten Blick gefälliger erscheinen, macht den zweiten Klick aber nicht leichter ? wobei meiner Erfahrung nach (in einem ganz anderen Umfeld) die Navigation gar nicht so häufig geklickt wird.
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28. Dezember 2011, 12.49 Uhr von
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Webdienste kostenlos anzubieten, ist keine gute Strategie. Bei Erfolg wachsen die Kosten. Gratisdienste sind daher auch schnell wieder weg.
Ohne Murren zahlen wir täglich 4 Dollar für den Coffee-to-go und, wenn ein neues Smartphone erscheint, sogar 500 Dollar. Nur bei der Suche nach der passenden App ist uns 1 Dollar zu viel, dann muss es kostenlos sein. Dieses schöne Beispiel hat der Verhaltensökonom Dan Ariely kürzlich in seinem Blog aufgegriffen. Da man Gratis-Apps erwarte oder zumindest kostenlose Alternativen, erscheine der eine Dollar sehr viel. Dass die App mehr und vor allem länger Freude bereiten könne als der Kaffee für vier Dollar, falle dabei nicht ins Gewicht.
Die Gefahr dabei ist, und das gilt für alle Webdienste, dass sie irgendwann verschwinden, zumindest in der Form, in der man sie schätzen gelernt hat. Sie werden mit Werbung zugeballert, von einem Konzern aufgekauft oder eingestellt. Den Grund nennt Maciej vom (kostenpflichtigen) Bookmarkdienst Pinboard: Bei Open-Source-Projekten, deren Produkte ebenfalls gratis angeboten werden, kommen mit neuen Nutzern auch neue Entwickler und andere Resourcen. Es wird leichter, zumindest teilweise. Bei kostenlosen Webdiensten dagegen schwinden die Resourcen mit dem Erfolg. Webhosting und Support werden teurer, das System fehlerfälliger, Entwicklung und das Testen aufwändiger.
Geld für einen Webdienst oder eine App zu zahlen, macht es also wahrscheinlicher, dass der Dienst am Leben bleibt. Es gibt Leistung für Geld. Dabei ist es aber nicht eine Frage des angemessenen Preises, sondern des Gebens überhaupt. Ob der App-Entwickler nun im Monat hundert mal einen Dollar einnimmt oder Pinboard zehn Mal die einmalige Anmeldegebühr von knapp zehn Dollar, ist egal.
Und für die Produktion von Text, Video und Musik gilt dies selbstverständlich auch.
27. Dezember 2011, 14.51 Uhr von
Peter Giesecke - Keine Kommentare
Die Oberfläche der neuen Betaversion des E-Mail-Providers Fastmail ist jetzt ähnlich schnell wie Gmail.
Der E-Mail-Provider Fastmail (fastmail.fm) hat eine neue Oberfläche erhalten. Derzeit kann sie nur über den Betazugang erreicht werden. Sie ist aufgeräumt und schnell, sodass sie zu einer Alternative für die Gmail-Nutzung im Browser gereift ist. Wichtiger jedoch als die Oberfläche bleibt, wie schnell und zuverlässig die E-Mail-Server reagieren. Fastmail bekommt seit Jahren gute Noten, Google von Intensivnutzern nicht immer.

Die Gefälligkeit des Google-Designs hat Fastmail allerdings noch nicht erreicht. Dank Ajax fühlt es sich aber recht geschmeidig an. Per Tastenkürzel kann schnell navigiert werden. E-Mails lassen sich in Threads gruppieren und, statt sie in Ordnern abzulegen, einfach archivieren.
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22. Dezember 2011, 19.58 Uhr von
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Ich war einer der ersten GMX-Kunden, doch als die Pressestelle sich nicht um meinen Testzugang kümmerte und das Inkasso drohte, war klar: Ich kündige. Doch so einfach ist das gar nicht.
Ein Blick zurück, auch im Zorn. Ich war einer der ersten 50.000 Kunden von GMX, falls sich das an der Kundennummer ablesen lässt, 1998 muss das gewesen sein. Davor hatte ich zwei E-Mail-Adressen, die mir vom Internetprovider zugewiesen worden waren. Erinnert sich noch jemand an Metronet? Der Freemailer versprach eine lebenslange E-Mail-Adresse, beides hat sich nicht bewahrheitet. Heute habe ich dieser Verbindung den Todestoß versetzt ? nach einem abstrusen Inkassoverfahren und der Löschung aller meiner E-Mails.

Schon seit Jahren nutze ich für den E-Mail-Verkehr eine eigene Domain. Ob die Post dann physisch beim Webhoster liegt, beim Mailhoster oder beim Zugangsprovider, ist dann auch egal. Zwischendurch habe ich immer wieder GMX genutzt, vor allem dann, wenn mir GMX ProMail für einige Zeit kostenlos angeboten wurde. Zwei Gründe sprachen stets für GMX: Zuverlässigkeit und IMAP. Dieser Mailstandard erlaubt es, von mehreren Geräten auf die gleichen E-Mails zuzugreifen.
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